Sport

Olympia Deutsche Sportler in München eingekleidet

Pechstein will Fahne tragen

München.Das Eiskunstlauf-Paar Aljona Savchenko/Bruno Massot und die fünfmalige Olympiasiegerin Claudia Pechstein kamen mit ihren Einkaufswagen als erste Athleten des deutschen Olympia-Teams an die Einkleidungstresen. „Mein Herz klopft immer noch, auch wenn es meine siebten Olympischen Winterspiele in Pyeongchang sein werden“, sagte die 45-jährige Eisschnellläuferin am Donnerstag bei der ersten von vier Einkleidungen im Münchner Postpalast.

Bis zum 22. Januar werden dort rund 180 deutsche Topsportlern und Offiziellen rund 50 000 Kleidungsstücke – von Mützen, Handschuhen, Daunenjacken, Schuhen bis zu Koffern kann jeder 63 Teile mitnehmen – für die Spiele vom 9. bis 25. Februar in Südkorea ausgegeben.

Bei der Eröffnungsfeier wird das Team Deutschland mit Jacken in beige und lindgrün einmarschieren – mit Pechstein als Fahnenträgerin an der Spitze? „Ich würde es gerne machen. Es wäre eine absolute Ehre, die Fahne tragen zu dürfen“, sagte die Berlinerin. Auch sportlich will sie nicht hinterherlaufen: „Mein Ziel ist, nicht die Letzte zu werden.“

Die Vorentscheidung, ob Pechstein zum Kreis der fünf Kandidaten gehört, treffen Präsidium und Vorstand des Deutschen Olympischen Sportbundes. Danach dürfen die Team-Athleten und die Öffentlichkeit den Fahnenträger küren. „Sie ist eine denkbare Fahnenträgerin“, meinte DOSB-Präsident Alfons Hörmann. Er weiß aber auch, dass Pechstein – wegen auffälliger Blutwerte einst vom Weltverband ISU für zwei Jahre gesperrt – umstritten ist: „Ich habe Verständnis, dass der eine oder andere auch Skepsis hat.“ dpa