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Tennis Philipp Kohlschreiber und Peter Gojowczyk scheitern bereits in der ersten Runde / Zverev morgen gegen Dusan Lajovic

Petkovics erfolgreiche Aufholjagd

Archivartikel

Paris.Voller Erleichterung ballte Andrea Petkovic die Faust und schrie alle Freude heraus, danach erklärte sie nach ihrem Zweitrunden-Einzug bei den French Open in bestem Französisch ihre Aufholjagd gegen Kristina Mladenovic. „Ich habe überhaupt nicht auf das Ergebnis geschaut, manchmal ist das besser“, sagte die Darmstädterin gestern nach dem nicht unbedingt zu erwartenden 7:6, 6:2 (12:10) gegen die Französin Kristina Mladenovic.

Dagegen schieden Philipp Kohlschreiber und der verletzte Peter Gojowczyk ebenso aus wie Laura Siegemund und Tatjana Maria. Damit sind schon fünf der 15 deutschen Teilnehmer nicht mehr dabei.

Schwacher Start

Petkovic startete schwach ins Match, hatte im spannenden Tiebreak beim 3:6 drei Satzbälle gegen sich und drehte ab dann die Partie. Mit dem vierten Matchball machte sie den fünften Erfolg im fünften Vergleich gegen Mladenovic perfekt. Trotzdem hatte Mladenovic die 30-Jährige zuvor als gefährlichere Spielerin eingestuft und behielt auf dem Court Suzanne Lenglen unfreiwillig recht. In der zweiten Runde trifft Petkovic entweder auf Bethanie Mattek-Sands aus den USA oder Johanna Larsson aus Schweden, die erst am Samstag das WTA-Turnier in Nürnberg gewann.

Für Laura Siegemund war durch das 4:6, 4:6 gegen Coco Vandeweghe aus den USA ebenso schon Schluss wie für Tatjana Maria durch das 6:7 (1:7), 4:6 gegen die Belgierin Kirsten Flipkens. Auch Philipp Kohlschreiber und Peter Gojowczyk scheiterten als nationale Nummer zwei und drei gestern bereits in der ersten Runde. Altmeister Kohlschreiber unterlag 3:6, 6:3, 3:6, 4:6 gegen den Kroaten Borna Coric und schied zum achten Mal bei den vergangenen zehn Grand-Slam-Turnieren gleich zum Auftakt aus. „Der Gegner war einfach besser, ich kann mir nichts vorwerfen. Sicher war das nicht meine beste Leistung“, stellte Kohlschreiber fest. Obwohl Kohlschreiber als Nummer 24 der Welt 16 Plätze vor dem 21-jährigen Coric steht, war für den 34 Jahre alten Augsburger zum dritten Mal in Serie sofort Schluss im Stade Roland Garros.

Bereits am Sonntag war als erster der acht deutschen Herren der Kölner Oscar Otte ausgeschieden. Damit steht neben Petkovic bislang nur Alexander Zverev in der zweiten Runde, wo er morgen auf den Weltranglisten-60. Dusan Lajovic aus Serbien trifft.

Nachrücker nutzt Chance

Die bislang schönste Turniergeschichte schrieb indes der Argentinier Marco Trungelliti. Der Weltranglisten-190. war am Donnerstag in der Qualifikation gescheitert und am Sonntag aus seiner Wahlheimat Barcelona mit dem Auto wieder nach Paris gekommen, weil die Chance auf einen Nachrückerplatz bestand.

„1000 Kilometer mit dem Auto sind nichts, wenn man in Argentinien lebt“, sagte er scherzend. Trungelliti bekam den Platz als Lucky Loser und schlug den Australier Bernard Tomic – vor den Augen seiner fast 89 Jahre alten Großmutter, die ihn begleitet hatte. dpa