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Fußball Ex-UEFA-Chef kritisiert FIFA-Präsident Infantino scharf

Platini fordert Rücktritt

Archivartikel

Bern.Ex-UEFA-Präsident Michel Platini hat den Rücktritt von Gianni Infantino als Präsident der FIFA gefordert. Der Franzose kritisierte Geheimtreffen zwischen Infantino und dem Schweizer Bundesanwalt Michael Lauber während laufender Ermittlungen gegen die FIFA. „Infantino und Lauber halten sich für unantastbar und über dem Gesetz stehend“, sagte er am Mittwoch der Schweizer Zeitschrift „L’Illustré“.

Lauber steht wegen der Ermittlungen im Prozess um die WM 2006 in der Kritik. Das Schweizer Verfahren gegen deutsche Funktionäre wegen ungeklärter Zahlungen ist im April wegen Verjährung eingestellt worden.

Platini bezeichnete sich als Opfer eines Komplotts. Er habe 2016 eine große Mehrheit für seine Bewerbung als FIFA-Chef gehabt. Infantino, zu dem Zeitpunkt bei der UEFA „mein Generalsekretär“ habe dies hintertrieben. Er bezeichnete den FIFA-Chef aus der Schweiz als Manipulator und Opportunisten.

Platini war 2015 für mehrere Jahre gesperrt worden. Grund war eine Zahlung von zwei Millionen Schweizer Franken, die Platini 2011 vom damaligen FIFA-Präsidenten Sepp Blatter erhielt. dpa

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