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Boxen Hamza Touba hätte sich Quali-Absage gewünscht

Positive Fälle nach Turnier

Heidelberg/London.Von der Corona-Pandemie ist der Boxer Hamza Touba in besonderem Maße betroffen. Der 28-Jährige aus Edingen-Neckarhausen stand Mitte März noch beim Olympia-Qualifikationsturnier in London im Ring, als der Sport in Europa ansonsten bereits fast komplett stillstand.

Deutschlands Fliegengewichtsboxer Nummer eins verpasste in der britischen Hauptstadt zwar das Tokio-Ticket. Was ihn aber stärker beschäftigt, war das Festhalten am Turnier. Mittlerweile wurden drei Teilnehmer aus der Türkei positiv auf das Coronavirus getestet.

Hoffen auf weitere Chance

„Man hätte das Turnier vorher absagen müssen. Das ist jetzt echt heftig, denn damit war die Wahrscheinlichkeit, sich zu infizieren, für uns alle hoch. Man ist als Sportler so fokussiert und steckt wie in einem Tunnel – nur mit Blick auf Olympia –, da macht man das alles mit. Jetzt ist London fast zwei Wochen her. Ich bin nach der Heimkehr zuhause geblieben und mir geht es gut“, erklärte Touba dieser Redaktion.

Wie es weitergeht? „Darüber haben wir überhaupt noch keine Information. Ich gehe davon aus, dass es im Frühjahr kommenden Jahres eine Qualifikationsmöglichkeit gibt. Ich hatte das Pech, dass ich in London noch boxen musste und gegen den starken Franzosen Bilal Bennama verloren habe. Aber wer sich qualifizieren konnte, wie der Berliner Hamsat Shadalov, der darf seinen Quotenplatz bis 2021 behalten“, rechnet der mehrfache Deutsche Meister, der am Olympiastützpunkt in Heidelberg trainiert, damit, dass er noch eine Chance erhält.

Die Verschiebung der Spiele in Tokio ins nächste Jahr begrüßt Touba: „Da treffen so viel Menschen aufeinander, dass eine Ansteckung garantiert gewesen wäre. Das hätte einen Rückfall bei der Bekämpfung des Virus bedeutet. Deshalb ist die Entscheidung des IOC vollkommen in Ordnung. Wichtig ist, dass Olympia überhaupt stattfindet und nicht ausfällt.“

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