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Basketball Mit dem 87:82-Sieg in Weißenfels haben die Crailsheim Merlins erstmals die Abstiegsränge in der Bundesliga verlassen

Rechtzeitig die Mittel für die Defensivarbeit gefunden

Archivartikel

MBC – Crailsheim Merlins 87:82

(29:20, 16:20, 17:21, 20:26)

Crailsheim: Russell (17 Pkt/ 4 Ass/ 3 Stl), Madgen (9 Pkt), Turner (14 Pk), Herrera (2 Stl), Wysocki (5 Pkt/ 7 Reb), Neumann (8 Pkt/ 7 Reb), Ferner (13 Pkt), Cuffee (10 Pkt/ 3 Ass), Lawson (9 Pkt/ 6 Reb), Gay (2 Pkt/ 5 Reb).

Schwer zu sagen, was vor dem Spiel größer war – die Motivation oder die Anspannung: Durch die 70:89-Hinrundenniederlage im Weihnachtsspiel gegen den Mitteldeutschen Basketball Club, sank die Stimmung bei Basketball-Bundesligist Crailsheim Merlins in den Keller. Durch gute Leistungen im Jahr 2019 haben sich die „Zauberer“ im Tabellenkeller jedoch zurückgemeldet und brannten auf Revanche. Nach anfänglichen Schwierigkeiten zeigt Crailsheim erneut einen kämpferischen Auftritt und verdienten sich damit den 87:82-Auswärtssieg gegen den MBC in Weißenfels.

„Das war ein sehr emotionales, physisches und anstrengendes Spiel. Man konnte die Wichtigkeit des Spiels fühlen. In der ersten Halbzeit waren wir zu angespannt und der MBC hat seine Hausaufgaben gemacht. Glücklicherweise konnten wir ein paar Änderung vornehmen. Insgesamt ein schwerer Sieg. Obwohl der MBC eine starke Dreierquote hatte, konnten wir den Sieg mitnehmen“, sagte Tuomas Iisalo, Trainer der Crailsheimer

Die Gastgeber aus Weißenfels starteten zielgenauer in die Partie. Nach 107 Sekunden kamen dann auch die Merlins, per Freiwürfen, zu den ersten Punkten. Trotzdem gehörte die Anfangsphase dem Mitteldeutschen BC, die mit 21:10 in Führung gingen. In der Defense hatte das Team von Tuomas Iisalo, vor allem gegen Hans Brase, große Probleme. Und auch offensiv waren die Crailsheimer nicht spritzig genug. Mit 29:20 ging es in die erste Viertelpause.

Es wurde physischer

Den zweiten Spielabschnitt begannen die Zauberer physischer beziehungsweise zu physisch. Bereits nach drei gespielten Minuten war die Teamfoulgrenze erreicht. In der Offense hatte das Team weiterhin Schwierigkeiten gegen die gute Verteidigung der Wölfe anzukommen. Aber die Crailsheimer kämpften und verkürzten auf 36:32.

Kaum rückten sie jedoch an die Gastgeber heran, ließen sie einige (einfache) Punkte in Folge liegen. Zur Halbzeit stand es 45:40 in der Stadthalle Weißenfels.

Erstmals in Führung

Die Merlins kamen verbessert aus der Kabine. Nach etwas mehr als zwei Minuten konnten die Zauberer erstmals am Abend in Führung gehen, diese wehrte jedoch nur kurz. Spätestens jetzt entwickelte sich der spannende Abstiegskrimi, den alle im Vorlauf erwartet hatten.

Keiner der beiden Mannschaften gwlang es, davon ziehen, doch der MBC hatte punktemäßig meist die Nase leicht vorn. Die Führungen wechselten jetzt im Sekundentakt. Vor allem dank einer überragenden Dreierquote von 59 Prozent ging es für die Gastgeber hauchzart mit 62:61 in die letzte Unterbrechung.

Das Bild in den letzten zehn Minuten blieb zunächst unverändert. Beide Teams warfen alles rein in diese hochspannende Partie. Dann übernahmen aber die Merlins den Vorsprung. Mit dem Punkten zum 71:64 zwang Philipp Neumann die Wölfe zur Auszeit. Das Iisalo-Team blieb jedoch am Drücker und erhöhte. Besonders in der Defensivarbeit hatten die Zauberer ihr Mittel gefunden und dazu saßen die Dreier vorne. Joschka Ferner wurde jetzt zum Anführer. Am Ende wurde es aber noch einmal richtig zum Nägelkauen, denn der Mitteldeutsche Basketball Club traf in der Crunchtime mehrmals von „Down Town“ und die Crailsheimer erlaubten sich einige Fehler. Mit zwei getroffenen Freiwürfen, neun Sekunden vor Schluss, machte Frank Turner den Deckel drauf. Die Crailsheimer haben damit vorerst die Abstiegsränge verlassen.