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Motorsport Audi-Pilot gewinnt 500. Rennen der DTM / Ingolstädter vorzeitig Hersteller-Meister

René Rast bedankt sich beim Team für Nachtschicht

Archivartikel

Klettwitz.René Rast hat zum Jubiläum im Deutschen Tourenwagen Masters seine Pechsträhne auf dem Lausitzring beendet und den nächsten Schritt Richtung Titel gemacht. Nachdem sich der Audi-Pilot im vergangenen Jahr auf dem 4,5 Kilometer langen Hochgeschwindigkeitskurs überschlagen hatte und am Samstag mit einem technischen Defekt in Führung liegend ausgefallen war, holte er sich im 500. Rennen der DTM seinen fünften Saisonsieg. „Das ist mein Friedensangebot an den Lausitzring“, sagte der strahlende Sieger.

Der Dank galt dabei besonder seinen Mechanikern vom Team Rosberg aus Neustadt an der Weinstraße. „Die Jungens haben bis morgens geschraubt und alles ausgetauscht, was es nur gibt“, sagte Rast, dem am Samstag die Leistung sowie die Servolenkung durch einen elektronischen Defekt ausgegangen war. Am Sonntag dagegen konnte er nach einem guten Start souverän dem Sieg entgegenfahren. Dank des Fünffachtriumphes für Audi am Sonntag ist dem Hersteller aus Ingolstadt der Marken-Pokal vier Rennen vor Schluss nicht mehr zu nehmen.

Glock am Sonntag nur 15.

Rast hat nunmehr 20 Punkte Vorsprung in der Gesamtwertung vor seinem Markenkollegen Nico Müller. Der Schweizer hatte am Samstag den Ausfall genutzt und seinen zweiten Saisonsieg gefeiert. Für den in der Gesamtwertung Drittplatzierten Marco Wittmann im BMW ist der Kampf dagegen nur noch von theoretischer Natur. Angesichts von mittlerweile 67 Zählern Rückstand auf Rast ist es für den Franken „frustrierend, weil man sieht, dass der Meisterschaftszug so langsam abfährt“. Markenkollege Timo Glock aus Wersau im Odenwald fiel am Samstag aus, landete am Sonntag auf Platz 15 und ist Gesamt-13.

Derweil plant die DTM für die Zukunft. Chef Gerhard Berger möchte „fünf Wochenenden im Ausland, vier in Deutschland“. Während der Lausitzring für das nächste Jahr gesetzt ist, könnte sich am Status des Hockenheimrings etwas ändern. Jahrelang wurde dort der Start sowie das Finale ausgetragen. Berger ist offen, ob das so bleibe oder dort nur noch ein Rennen stattfindet. Als neue Kandidaten gelten Monza/Italien sowie die schwedische Rennstrecke Anderstorp. dpa

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