Sport

Richtiger Schritt

Nur an den nackten Zielzeiten orientiert, lässt sich festhalten: Es war wohl selten so leicht, auf das Podium zu laufen, wie bei der 15. Auflage des Dämmermarathons. Satte 35 Minuten lagen beispielsweise bei den Männern zwischen der Siegerzeit des Vorjahres und dem Ergebnis des Dritten vom Samstagabend. Und doch war der Verzicht auf die afrikanischen Top-Läufer, die wohl wieder ein einsames Rennen abgespult hätten, der richtige Schritt. Denn auf diese Weise bekamen die Zuschauer vor allem bei den Frauen einen spannenden Wettkampf mit starker lokaler Note zu sehen und auch bei den Männern sorgten hinter Sympathieträger Nikki Johnstone vor allem Lokalmatadore für positive Schlagzeilen.

Auch in Zukunft wird das der richtige Weg für die Organisatoren sein, die es angesichts des engen Wettkampfkalenders immer schwer haben werden, selbst die nationalen Top-Läufer an den Start zu locken. Deshalb sollte sich der Dämmermarathon weiter dort profilieren, wo er seine Stärken hat: Als regionales Breitensportspektakel, bei dem jeder Teilnehmer ein Sieger ist und Rekorde und Spitzenleistungen nicht im Mittelpunkt stehen.