Sport

Motorrad Über 200 000 Zuschauer beim Grand Prix

Sachsenring zieht Fans in Massen an

Hohenstein-Ernstthal.Motorradpilot Marcel Schrötter hat beim Heimrennen auf dem Sachsenring den erhofften Befreiungsschlag gelandet. Nach fünf durchwachsenen Rennwochenenden kehrte der Landsberger am Sonntag als guter Dritter auf das Podium zurück. „Das ist stark!“, jubelte der 26-Jährige, der am Wochenende von den meisten der insgesamt 201 162 begeisterten Fans gefeiert wurde. Bereits am Samstag gab ADAC-Sportpräsident Hermann Tomczyk bekannt, dass der MotoGP-Tross auch 2020 auf dem Sachsenring gastieren wird.

„Es war ein toller Kampf“, meinte Schrötter, der vor dem Start noch vom harten auf den weichen Reifen am Vorderrad gewechselt hatte. „Ganz perfekt war es nicht, vor allem in den schnellen Kurven. Ich denke aber, es war trotzdem die richtige Entscheidung. Ich freue mich sehr, zurück auf dem Podium zu sein, noch dazu bei meinem Heimrennen“, stellte Schrötter zufrieden fest. In der Meisterschaft verbesserte er sich dank der 16 WM-Punkte vom Sachsenring auf die sechste Position. Jonas Folger und Lukas Tulovic standen beim Deutschland-Grand-Prix klar in Schrötters Schatten. Folger konnte nicht an seine Form vergangener Jahre anknüpfen und wurde als 17. gewertet. WM-Neuling Tulovic kam als 24. ins Ziel.

Starkes Debüt von Geiger

Beim MotoGP-Rennen übernahm Stefan Bradl die Werks-Honda von Ex-Weltmeister Jorge Lorenzo, zeigte eine solide Leistung und beendete den Grand Prix als Zehnter. Es war der zweite Renneinsatz in der laufenden Saison für den Zahlinger, der in dieser Serie eigentlich die Rolle des Honda-Testfahrers inne hat. Der Sieg ging an Weltmeister Marc Marquez. Der Spanier ist seit seinem MotoGP-Debüt in der Saison 2013 auf dem Sachsenring ungeschlagen und baute seine Führung in der Gesamtwertung aus.

Beim Lauf der Moto3-Kategorie sammelte Gaststarter Dirk Geiger seine ersten Erfahrungen in der Weltmeisterschaft. Der junge Mannheimer zeigte eine solide Leistung und sah immerhin als 23. die Zielflagge. Neben den bekannten WM-Klassen durften die deutschen Motorradfans am Sachsenring das MotoE-Debüt bestaunen. Das nach einem Sturz vorzeitig abgebrochene Rennen der Elektromaschinen gewann der Finne Niki Tuuli. dpa