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Radsport Souveräner Sieg auf fünfter Tour-Etappe

Sagan gelingt der zweite Streich

Quimper.Sicherheitshalber jubelte Superstar Peter Sagan nach dem atemraubenden Sprint berghoch erst hinter der Ziellinie. Der dreimalige Weltmeister feierte seinen zweiten Etappensieg bei der 105. Tour de France und lieferte dabei in Quimper wieder eine Meisterleistung ab. Als die reinen Sprinter wie Marcel Kittel längst abgehängt waren, zeigte der Slowake auf der anspruchsvollen Zielankunft der fünften Etappe nach 204,5 Kilometern wieder seine ganze Klasse und ließ sich auch nicht vom starken, zweitplatzierten Sonny Colbrelli aus Italien schlagen.

Das war laut Sagan quasi so abgesprochen. „Unterwegs hatte ich zu Sonny gesagt: Überrasch mich heute im Ziel bloß nicht. Nein, nein hatte er geantwortet“, witzelte Sagan nach seinem neuerlichen Triumph – seinem insgesamt zehnten in der Tour-Historie. Olympiasieger Greg Van Avermaet verteidigte sein Gelbes Trikot erfolgreich, auch wenn er im anspruchsvollen Finale mit den Schnellsten auf Rang sieben nicht mithalten konnte.

Nach seinem Zwangs-Aus im Vorjahr hat Sagan offenbar einiges nachzuholen. Auf dem Klassikerkurs zwischen Lorient und Quimper in der Bretagne ließ der Kapitän des deutschen Bora-hansgrohe-Teams, der als Träger des Grünen Trikots seine Führung in der Punktwertung ausbaute, der Konkurrenz keine Chance. Der Slowake, der 2017 wegen eines angeblichen Fouls auf der vierten Etappe disqualifiziert worden war, hatte auf der letzten von fünf klassifizierten Steigungen im richtigen Moment attackiert und Colbrelli sowie Ex-Weltmeister Philippe Gilbert aus Belgien regelecht niedergerungen.

Lob von Routinier Burghardt

„Es ist besser gelaufen, als ich gedacht habe. Ein bisschen Glück war mit dabei, aber im entscheidenden Moment hatte ich noch etwas in den Beinen. Das Team hat einen guten Job gemacht. Sie haben mich optimal in Position gebracht“, sagte Sagan und wirkte fast bescheiden. „Der überrascht mich immer wieder. Das war eine echt schwere Ankunft – Peter macht uns stolz“, lobte der routinierte Marcus Burghardt seinen Kapitän. „Er ist wirklich ein Superstar. Das meistert er super.“ Für die schwierige sechste Etappe zur Mur de Bretagne hinauf sieht Van Avermaet heute den Franzosen Julian Alaphilippe als Favorit.