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Fußball Nach 0:2-Niederlage gegen den effizienten Aufstiegsfavoriten 1. FC Köln steckt SVS im Tabellenkeller fest

Sandhausen droht der letzte Platz

Archivartikel

Sandhausen.Ordentlich gespielt, aber die Überraschung verpasst: Der SV Sandhausen steckt im Tabellenkeller der 2. Fußball-Bundesliga fest. Gegen Aufstiegsfavorit 1. FC Köln kassierten die offensiv harmlosen Kurpfälzer gestern Abend eine 0:2 (0:1)-Niederlage und bleiben mit zwei Punkten Vorletzter des Klassements – bei einem Duisburger Punktgewinn gegen Aue am Sonntag droht sogar der Sturz ans Tabellenende. Louis Schaub (45.) und Simon Terodde (54.) erzielten die Tore für die effizienten Kölner.

„Das war ein typisches Spiel in Sandhausen und typisch für für 2. Liga“, sagte FC-Verteidiger Lasse Sobiech nach Schlusspfiff: „Man gewinnt, wenn man die Tore macht und den Ball vom eigenen Sechzehner weghält. Wir wissen selbst, dass wir heute Abend spielerisch nicht überzeugt haben.“

Kölns erster Treffer mit der letzten Aktion der ersten Hälfte sei „ein Schlag ins Gesicht“ gewesen, sagte SVS-Trainer Kenan Kocak . Davor habe seine Elf ein riesen Spiel gemacht. „Aber wir können mit der Klasse von Mannschaften wie Köln in gewissen Phasen nicht mithalten.“ Nun brauche sein Team „so schnell wie möglich ein Erfolgserlebnis“.

Pünktlich zum Anpfiff hielt der Herbst Einzug in den Hardtwald – inklusive eines Temperatursturzes um knapp 15 Grad. Dem tristen Wetter passte sich auch das Niveau der ersten Halbzeit an. Die Kölner wirkten nach ihrer überraschenden 3:5-Heimniederlage gegen Paderborn seltsam zaghaft und verunsichert, Sandhausens Trainer Kenan Kocak sorgte bei der rheinischen Torfabrik (zuvor 14 Treffer in fünf Partien) mit einer auf Sicherheit bedachten Strategie lange Zeit für ernsthafte Betriebsstörungen. Die beste Chance hatte sogar der SVS, als Karim Guede den isländischen WM-Stürmer Rurik Gislason schickte, der sich aber den Ball zu weit vorlegte und den herausgeeilten FC-Schlussmann Timo Horn foulte: Gelb statt Tor (18.).

Sandhausen schien die Partie im Griff zu haben, doch kurz vor der Pause verschärfte der Bundesliga-Absteiger auf einmal rasant das Tempo – und ging schmeichelhaft in Führung: Philipp Klingmann gab den Ball leichtfertig gegen Serhou Guirassy her, dessen Flanke der Österreicher Louis Schaub technisch hochwertig mit der Brust annahm und per Seitfallzieher zum 0:1 ins Tor beförderte (45.).

Problemzone Angriff

Von diesem Nackenschlag zur Unzeit sollte sich die Kocak-Elf im zweiten Durchgang nicht mehr erholen. Nach einem Eckball schlugen die Kölner erneut zu: SVS-Torwart Niklas Lomb kam zu spät, Terodde nickte am kurzen Pfosten ein (54.).

Das Bemühen, doch noch für die Wende zu sorgen, war dem SVS auch in der Folge nicht abzusprechen – allerdings war auch die mangelnde Durchschlagskraft in der Offensive unübersehbar.

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