Sport

Eiskunstlauf Olympiasiegerin trainiert zurzeit Paar aus den USA

Savchenko deutet Rückkehr zu Olympia 2022 an

Archivartikel

Chicago/Frankfurt.Als die Paarlauf-Olympiasieger Aljona Savchenko/Bruno Massot im Mai eine einjährige Wettkampfpause ankündigten, hörte sich das wie ein Abschied vom Eis auf Raten an. Nun nährte die 34 Jahre alte gebürtige Ukrainerin die Hoffnung auf eine Rückkehr des Eiskunstlauf-Duos. „Der Gedanke an ein Comeback ist noch da, ich kämpfe bis zum Ende“, sagte Savchenko. „Ich liebe das Eis und das, was ich mache. Ich liebe Wettkämpfe. Und ich stehe gerne auf dem Eis und arbeite hart.“

Wenn es nach ihr ginge, würde sie deshalb gern ihre sechste Olympia-Teilnahme in Angriff nehmen. „Ja“, antwortete sie auf die Frage, ob der Traum von den Winterspielen 2022 in Peking noch existent ist. Die Freiheit, nicht nur an der eigenen Eiskunstlauf- Vollkommenheit arbeiten zu müssen, genießt sie dennoch. „Ich bin glücklich, alles ist so, wie ich es haben will“, sagte Savchenko.

Massot wird bald Vater

Momentan steht Aljona Savchenko nur am Rande der Eisfläche. Als Trainerin bereitet sie das US-Paar Alexa Scimeca-Knierim und Chris Knierim in Chicago auf den kommenden Winter mit den Weltmeisterschaften im März 2019 in Saitama/Japan vor. „Es ist interessant, aber schwieriger, als selber zu laufen“, bekennt sie. Eine Karriere als Coach lässt sie sich deshalb noch offen: „Mal schauen. Ich könnte es mir vorstellen, später als Trainer zu arbeiten. Jetzt ist es noch eine Probierphase.“

Allerdings hat Savchenko auch als Trainerin einen ähnlichen Ehrgeiz wie als Athletin. Dass das US-Paar in ihre Fußstapfen treten und olympisches Gold holen könnten, schließt sie nicht aus: „Ich hoffe, wir geben unser Bestes. Auf jeden Fall versuchen wir, dass sie besser werden als vorher. Wie weit sie kommen, werden wir sehen.“ Auch ihr Partner Bruno Massot testet, ob der Trainerberuf etwas für ihn wäre. Der Franzose arbeitet in der Schweiz mit seinem Trainer Jean-Francois Ballester zusammen. Außerdem erwartet er im Oktober mit seiner Partnerin das erste Kind. „Er versucht, dort sein Leben anders zu gestalten“, sagte Aljona Savchenko.