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Schon lange abgehängt

Archivartikel

Mit seinen zwei WM-Titeln wird Fernando Alonso zwar nie zu den ganz Großen der Formel1 gezählt werden, doch das Double mit Renault ist sicherlich eine Marke, die sich sehen lassen kann – auch wenn immer mehr von ihm erwartet wurde. Diese Bilanz nun mit seinem Comeback aufs Spiel zu setzen, ist für alle Beteiligten eine riskante Nummer. Das verkorkste Comeback von Michael Schumacher bei Mercedes ist bestimmt noch vielen Fans in unguter Erinnerung.

Dass es der ehrgeizige Spanier schwer haben wird, an alte Erfolge anzuknüpfen, wird dabei am wenigsten mit seinem Alter zu tun haben. Mit 38 Jahren ist er sicher noch fit genug, um den Stress auf und neben der Rennstrecke zu bewältigen. Problematischer dürfte eher die Verfassung seines alten und neuen Arbeitgebers sein. Schon lange haben die Franzosen den Anschluss an die Top-Teams verloren, anstatt aufzuholen, ist Renault zuletzt sogar weiter abgehängt worden.

Ob ausgerechnet Rückkehrer Alsonso den entsprechenden Schub in der Verbesserung des Materials geben kann, darf deshalb bezweifelt werden. Und wenn der Routinier nicht das richtige Auto für seine großen Ziele hat, wird es bekanntermaßen schnell ungemütlich. Dass die neu belebte Liaison noch vor dem Vertragsende zu Ende geht, ist deshalb wahrscheinlicher, als dass Alonso dauerhaft in Richtung Podium fährt.

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