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Schweigen im „Fall Coleman“

Archivartikel

Los Angeles.Der Internationale Leichtathletik-Verband (IAAF) will sich nicht zum Vorwurf dreier verpasster Dopingtests beim derzeit weltbesten Sprinter Christian Coleman äußern. Eine IAAF-Sprecherin verwies auf die für Kontrollen zuständige Athletics Integrity Unit (IU) und die amerikanische Anti-Doping-Agentur USADA. Der Amerikaner Coleman soll nach Berichten der Nachrichtenagentur AP und der britischen Zeitung „Daily Mail“ innerhalb von zwölf Monaten drei sogenannte Missed Tests gehabt haben. Das kann eine Sperre von bis zu zwei Jahren nach sich ziehen.

Vize-Weltmeister Coleman, mit 9,81 Sekunden über 100 Meter in diesem Jahr bislang der schnellste Sprinter, droht damit nicht nur das Aus für die WM Ende September in Doha, sondern auch für die Olympischen Spiele 2020 in Tokio. Nach dem Rücktritt von Jamaikas Superstar Usain Bolt gilt Coleman als möglicher Nachfolger im Sprint. 

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