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Basketball Merlins kommen in Ulm erst in der zweiten Spielhälfte richtig in Schwung und gewinnen am Ende deutlich mit 103:76

Selbstvertrauen für die anstehende schwere Partie getankt

„Orange Academy“ Ulm – Crailsheim Merlins 76:103 (16:21, 15:22, 18:32, 27:28)

Crailsheim: Smith (9 Punkte), Turner (17), Griffin (23), Bogdanov (10), Herrera (4), Wysocki (13), Neumann (1), Jost (3), Cuffee (12), Gay (8), Flomo (3).

Die Crailsheim Merlins haben das ProA-Spiel in der Ulmer Kuhberghalle mit 103:76 gewonnen. Dabei brauchten die Zauberer gegen die junge „OrangeAcademy“ von „ratiopharm“ Ulm ein gutes Stück Anlauf.

Die Erkältungswelle hat auch die Crailsheim Merlins erwischt, aus rein sportlicher Sicht „zum Glück nur“ das sogenannte „Backoffice“. So reisten die Zauberer sowohl ohne Geschäftsführer Martin Romig, als auch ohne Sportdirektor Ingo Enskat an. Der Kader von Headcoach Tuomas Iisalo war dagegen so komplett wie er aktuell sein kann: Lediglich Derrick Marks unterstützte die Mannschaft nach wie vor in Zivil; aufgrund der Freigabesperre der „NBA G-League“ wird er voraussichtlich erst zum Heimspiel gegen Karlsruhe sein Debüt im Merlins-Trikot feiern können.

Es dauerte, ehe die Merlins auf Betriebstemperatur waren und erstmals in Führung gingen. Mit hohem Tempo brachten die Zauberer die jungen Gastgeber nun zunehmend in Probleme. Erst eine Auszeit stoppte den Fastbreak-Express der Merlins. Nachlässigkeiten an beiden Enden des Feldes brachten Ulm zum Ende des ersten Viertels wieder in Schlagdistanz.

Auch das zweite Viertel erinnerte sowohl an den Spielbeginn als auch an das Hinspiel: Aufopferungsvoll kämpfende Ulmer ließen die Merlins nicht davonziehen, wobei die Crailsheimer dies auch damit unterstützten, dass die sonst sichersten Dinge nicht in gewohnter Effektivität gelangen.

Ohne ihr „A-Game“ auszupacken, verschafften sich die Merlins nach dem Seitenwechsel kontinuierlich mehr Luft. Fastbreak-Punkte durch Frank Turner und Martin Bodganov, aber auch aggressivere Defense trugen zur 59:40-Führung nach rund sieben Minuten im dritten Viertel bei. Auch Chase Griffin machte da gerne mit und zeigte seinen Paradewurf zwei Mal in Folge (42:65).

Mit der 75:49-Führung im Gepäck gingen denn auch die faschingsverkleideten Merlins-Fans in der Pause vor dem letzten Viertel auf Polonaise durch die Kuhberghalle. Im Schlussabschnitt ging es dann noch an die Reinschrift des Scoutingbogens. „Papa“ Pat Flomo setzte per Dunk seinen Stempel drauf, Topscorer Chase Griffin stellte von der Freiwurflinie auf 30 Zähler Vorsprung (89:59). Zuletzt trug sich noch Mitch Jost ein, und Michael „Smoothie“ Smith machte die „100“ voll.

Der am Ende souveräne Erfolg basierte vor allem auf einer starken zweiten Hälfte, die für die schwere Aufgabe gegen die PS Karlsruhe Lions am Sonntag, 18. Februar, Selbstvertrauen geben sollte.

Stimmen zum Spiel Tuomas Iisalo (Headcoach Crailsheim Merlins): „Die zweite Halbzeit war bedeutend besser als die erste Hälfte, besonders was die Ballbewegung und das Teamplay betrifft.“ cm