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American Football Unicorns fahren am Sonntag zum württembergischen Gipfel in die Landeshauptstadt Stuttgart

So leicht wie im Hinspiel wird’s nicht

Archivartikel

Die Schwäbisch Hall Unicorns treten am Sonntag, 24. Juni, um 15 Uhr im GAZi-Stadion bei den Stuttgart Scorpions an. Sie werden dort auf ein gegenüber dem Hinspiel besonders im Angriff verändertes Team treffen.

„Ich habe der Mannschaft bereits gesagt, dass uns nicht dasselbe Stuttgart-Team erwartet, gegen das wir vor sechs Wochen gespielt haben“, sagt Halls Headcoach Jordan Neuman. Mitte Mai verbuchten die TSG-Footballer gegen die Scorpions einen klaren und relativ leicht zu erzielenden 49:19-Heimerfolg. Damals gingen die Landeshauptstädter aber mit einem großen Handicap ins Spiel: Wenige Tage vor dem Spiel trennten sich die Scorpions von ihrem Spielmacher Frank Brock und so mussten in Hall ihr Offensive Coordinator Rick Webster als Quarterback einspringen.

Dauerhafter Ersatz

Schnell hatten die Stuttgarter mit dem Amerikaner Michael Eubank aber einen dauerhaften Ersatz für Brock gefunden. Eubank spielte in seinen College-Jahren an der Arizona State und der Samford University. Danach wurde er von den Carolina Panthers zu Camps und NFL-Tryouts eingeladen. Im letzten Jahr spielte er in der GFL für die Cologne Crocodiles und inzwischen hat er mit den Scorpions bereits drei Pflichtspiele absolviert.

Ein Sieg ist den Scorpions aus der Landeshauptstadt mit Michael Eubank zwar noch nicht gelungen, ihre Formkurve zeigt mit dem neuen Spielmacher aber eindeutig und stetig nach oben.

Zuletzt hatte man die in der GFL Süd derzeit drittplatzierten Marburg Mercenaries zu Gast im GAZi-Stadion und gestaltete das Spiel bis in die letzten Sekunden überaus spannend. Am Ende hatten die Hessen Glück, dass sie den Platz mit einem 30:27-Erfolg verlassen durften.

„Eubank hat den Stuttgarter Angriff verändert. Die Scorpions sind dabei, mit ihm einen wirklich guten Rhythmus zu finden“, sagt Neuman deutlich. „Er hat einen sehr starken Wurfarm, mit dem er in der Lage ist, jede Art von Pass zu spielen und dabei das gesamte Spielfeld auszunutzen.“

Mit diesem Arm bedient er neben dem bekannten Top-Receiver Richard Samuel gerne auch den ebenfalls neu in der Scorpions-Offense agierenden Tight End Jakob Johnson. Der gebürtige Stuttgarter verbrachte viele Jahre in den USA und spielte zuletzt vier Jahre lang für die University of Tennessee, eine der besten Adressen im amerikanischen College-Football. Seit Mitte Mai trägt er das rote Trikot der Scorpions.

Im Haller Kader sind weiterhin Ausfälle in der ersten Garde zu beklagen. Während Receiver Christian Hafels wieder mit von der Partie sein wird, fällt Offense-Liner Christian Rothe verletzungsbedingt aus. Fragezeichen stehen hinter den Einsätzen von Receiver Tyler Rutenbeck und Linebacker Daniel Emmanuel.

„Es ist ein Derby mit viel Tradition, zu dem wir auswärts antreten müssen. Auch das ist ein Faktor, den wir nicht unterschätzen dürfen. Wir werden stark gefordert sein“, warnt Neuman, der auf viele Haller Fans im GAZi-Stadion hofft.