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Fußball Stammtorhüterin geht angeschlagen in die Vorbereitung auf die WM in Frankreich / Bundestrainerin Voss-Tecklenburg setzt auf Routine und Unbekümmertheit

Sorgen um Almuth Schult trüben WM-Vorfreude

Frankfurt.Mit einem Mix aus jungen sowie erfahrenen Spielerinnen und Sorgen um Stammtorhüterin Almuth Schult geht die Frauen-Nationalmannschaft in die Fußball-Weltmeisterschaft in Frankreich. Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg hatte am Dienstag bei der Bekanntgabe des 23 Spielerinnen umfassenden Kaders für das Weltturnier vom 7. Juni bis 7. Juli zwar keine großen Überraschungen, aber eine schlechte Nachricht.

Denn der WM-Einsatz der deutschen Nummer eins ist keineswegs gesichert. Almuth Schult vom Double-Gewinner VfL Wolfsburg plagt sich mit einer nicht näher definierten Schulterverletzung herum. Zwar wird die 28-Jährige mit ins abschließende WM-Trainingslager vom 24. bis 30. Mai in Grassau reisen, muss sich dort aber intensiv behandeln lassen. „Almuth hat schon länger Probleme mit der Schulter und hat sich im Training noch mal verletzt“, erläuterte Voss-Tecklenburg in Frankfurt. Die 51-Jährige stellte klar, dass Schult nur mit nach Frankreich reist, wenn sie zuvor „ihre WM-Tauglichkeit nachweist und dort 100 Prozent performen kann.“

Popp führt Aufgebot an

Sollte Schult, die am Sonntag das Bundesliga-Saisonfinale wegen der Blessur verpasste, für die WM ausfallen, würde wohl die Freiburgerin Merle Frohms zur Nummer eins aufsteigen und Lisa Schmitz in den Kader nachrücken. Wie vier weitere Spielerinnen nimmt die 27 Jahre alte Keeperin von Turbine Potsdam mit am Trainingslager in Grassau teil. Am Chiemsee wird hoher Besuch erwartet. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier will am 25. Mai ins DFB-Quartier reisen, um dem Team eine erfolgreiche WM zu wünschen.

Angeführt wird das Aufgebot des zweimaligen Weltmeisters von Alexandra Popp. Neben der 28 Jahre alten Spielführerin (95 Länderspiele) sind Lena Goeßling (104) und Dzsenifer Marozsan (89) die Routiniers in der DFB-Auswahl. Die beiden Jüngsten sind die 17 Jahre alte Lena Oberdorf von der SGS Essen und die 18-jährige Klara Bühl vom SC Freiburg. Sie stehen für Unbekümmerheit, sollen Turniererfahrung bei den Frauen sammeln und für überraschende Momente sorgen. „Es war ein langer Prozess mit schwierigen und knappen Entscheidungen“, betonte Voss-Tecklenburg, die froh war, dass nun die Würfel gefallen sind. Charakter, Flexibilität sowie aktuelle Leistungen und positionsbezogene Fragen waren Kriterien bei der Auswahl. „Wir haben eine gute Mischung. Ich bin sicher, dass wir bei der WM sehr weit kommen, wenn wir unsere Leistung auf den Platz bringen“, sagte „MVT“.

Erstes Ziel sei das Erreichen der K.o.-Runde, „möglichst als Gruppen-Erste“, so die Duisburgerin. Zudem will die DFB-Elf sich unbedingt für die Olympischen Spiele im nächsten Jahr qualifizieren, um dort den 2016 gewonnenen Titel zu verteidigen.

Die WM-Vorbereitung schließt die DFB-Elf mit dem letzten Test gegen Chile am 30. Mai (17.45 Uhr/ARD) in Regensburg ab. Am 3. Juni reist der Tross nach Frankreich. Zum WM-Start trifft das Team am 8. Juni in Rennes auf China. Weitere Gruppengegner sind Spanien und Südafrika. dpa

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