Sport

Doping Russland muss keine Sanktionen für EM befürchten

Spielplan hat Bestand

Archivartikel

Berlin.Die Welt-Anti-Doping-Agentur Wada hat bestätigt, dass die Ausrichtung der Fußball-EM 2020 nicht von den geforderten harten Sanktionen gegen Russlands Sport betroffen ist. „Für die Uefa ist die EM kein Multisport-Großereignis oder eine Weltmeisterschaft, sondern ein regionales/kontinentales Einzelsportereignis. Es ist also nicht von dieser Empfehlung betroffen“, teilte Wada-Sprecher James Fitzgerald am Mittwoch mit. Die Uefa ist kein Unterzeichner des Welt-Anti-Doping-Kodex’, jedoch Mitglied im Weltverband Fifa, der den Kodex unterzeichnet hat.

Die unabhängige Prüfkommission CRC hatte am Montag der Wada-Exekutive harte Sanktionen gegen Russland wegen angeblicher Manipulationen von Doping-Labordaten empfohlen. Die Sanktionen sollten in den kommenden Jahren für die Ausrichtung von Großveranstaltungen gelten. Über diese Empfehlungen soll am 9. Dezember in Paris beraten werden. „Ich glaube, dass nichts diese Europameisterschaft bedroht“, hatte Russlands Sportminister Pawel Kolobkow tags zuvor in Moskau erklärt. Russland ist neben elf weiteren Staaten Mit-Ausrichter des multinationalen Championats.

Falls die Wada den Empfehlungen folgt und die vorgeschlagenen Sanktionen verhängt, hat die vor einer erneuten Sperre stehende russische Anti-Doping-Agentur Rusada 21 Tage Zeit, die Entscheidung zu akzeptieren. Ansonsten wird der Fall dem Internationalen Sportgerichtshof CAS übergeben. dpa

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