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Fußball Die Englische Woche endet für die Würzburger Kickers mit einem Heimspiel gegen den TSV 1860 München / Peter Kurzweg gegen seine „alte Liebe“

Stimmung im Team ist zwiegespalten

Spielerisch haben die Würzburger Kickers zuletzt zweimal überzeugt. Allerdings reichten starke Leistungen nur zu zwei Punkten aus den jüngsten zwei Begegnungen. Nun endet die Englische Woche für den FWK mit einem echten „Kracher“: Die Mainfranken empfangen am morgigen Samstag um 14 Uhr den TSV 1860 München zum 29. Spieltag der 3. Liga. Die Vorfreude auf das bayerische Duell ist auf beiden Seiten groß. Schon über 8000 Heimtickets wurden verkauft – ein großer Anhang wird die Münchner Löwen nach Würzburg begleiten.

Auch Kickers-Spieler Peter Kurzweg freut sich auf die Begegnung gegen seinen Ex-Verein: „Das ist schon ein spezielles Spiel für mich. Ich habe noch mit vielen Leuten von früher Kontakt.“ Der 25-Jährige spielte fast während seiner gesamten Jugendzeit für die „Sechziger“ und bestritt 42 Partien für die zweite Mannschaft des TSV.

Verbindungen bestehen weiterhin

„Ich habe immer noch eine besondere Verbindung zum Verein. Er gehört zu meiner Vergangenheit. Wenn man da über zehn Jahre war, macht das schon was aus“, so Kurzweg. Auch beim Relegationsrückspiel im vergangenen Mai zwischen seiner „alten Liebe“ und dem 1. FC Saarbrücken war er im Stadion. „Das war ein sehr enges Duell. Da haben sie dann das Quäntchen Glück gehabt“, erinnert sich Kurzweg. Dass sich der ehemalige Bundesligist so schnell in der 3. Liga stabilisiert hat, überrascht den Verteidiger etwas: „Angesichts der Ausfälle und Abgänge von Leistungsträgern, die sie hatten, hätte ich das nicht gedacht. 1860 kommt sehr über die Mentalität. Die müssen wir auch zeigen, um drei Punkte zu holen.“ Knüpfen die Kickers an die gezeigte Leistung aus dem Spiel gegen Meppen an, ist Kurzweg „sehr guter Dinge“ für den Samstag.

Die mangelnde Chancenauswertung aus den jüngsten Spielen, insbesondere gegen Meppen, ist weiterhin Thema bei den Kickers. „Vorne müssen wir einfach die Tore machen. Wir können uns nichts davon kaufen, wenn wir guten Fußball spielen, aber nur ein Unentschieden herausspringt, wie jetzt beim Spiel am Dienstag“, moniert Kurzweg.

„Zwei Punkte sind einfach zu wenig, für den Aufwand, den wir in den letzten beiden Spielen betrieben haben. Da fehlt uns manchmal vielleicht auch noch die Kaltschnäuzigkeit“, meint auch Kickers-Trainer Michael Schiele. Die Stimmung in der Mannschaft sei deshalb etwas zwiegespalten: Einerseits nicht so gut aufgrund der Ergebnisse, andererseits auch positiv, aufgrund der gezeigten Leistungen.

„Wir wollen den kleinen Heimfluch jetzt besiegen“, betont Schiele. Er hofft, dass sich die große Zuschauerkulisse auch in der Leistung seiner Mannschaft niederschlagen wird. „Wir hatten schon länger nicht mehr als 10 000 Zuschauer im eigenen Stadion. Da freuen sich die Spieler drauf. Auch an den gegnerischen Fans können sich die Spieler hochziehen.“ In der morgigen Begegnung sei es wichtig, variabel aufzutreten, so Schiele: „Wir können vorne draufgehen, aber auch mal verhaltener agieren. 1860 wird auch nach vorne spielen wollen.“

Neben der mangelnden Chancenauswertung sorgten auch die strittigen Entscheidungen der Schiedsrichter in den letzten beiden Auswärtsspielen für Diskussionsstoff. „Die Gelb-Rote Karte vom Dienstag ist bitter. Schade, dass man die nicht annullieren kann“, sagt Michael Schiele. Trotzdem ist der Trainer der „Rothosen“ positiv gestimmt, was die personelle Situation angeht. „Breitkreuz und Sontheimer haben das Level im letzten Spiel oben gehalten“, betont Michael Schiele. Gegen 1860 werden voraussichtlich die zuletzt geschonten Orhan Ademi und Dominic Baumann wieder in die Startelf rücken.