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Fußball Spanien debattiert über Fans in einzelnen Stadien

Streit um Geisterspiele

Archivartikel

Madrid.Die Debatte um die Notwendigkeit von Geisterspielen nach der Corona-Zwangspause hat sich in Spanien kurz vor dem Neustart der spanischen Fußball-Liga zugespitzt. Liga-Boss Javier Tebas widersprach jetzt in dieser Frage dem Verband und auch Regierungschef Pedro Sánchez: „Ich wäre dafür, so bald es möglich ist, und überall dort, wo es möglich ist, Menschen in den Stadien zu haben“, sagte Tebas am Sonntagabend im spanischen Fernsehen.

Wenige Stunden zuvor hatte Sánchez erneut bekräftigt, es könne in dieser Frage nur „eine allgemeine und einheitliche Antwort geben“. „Es wäre nicht gerecht, dass es in einigen Stadien Publikum gibt und in anderen nicht“, betonte der sozialistische Politiker.

Auch der nationale Fußball-Verband RFEF und die oberste Sportbehörde CSD hatten in den vergangenen Tagen die Möglichkeit ausgeschlossen, nur in einigen Stadien der Primera División (in Städten nämlich, in denen der Kampf gegen das Virus weiter fortgeschritten ist) vor Publikum spielen zu lassen. „Das ist unmöglich, unmöglich“, sagte CSD-Chefin Irene Lozano der Fachzeitung „Mundo Deportivo“. „Das würde die Integrität des Wettbewerbs gefährden, denn wir wissen alle, dass der Faktor Heimrecht eine große Rolle spielt.“ Die Erste Liga nimmt am Donnerstag mit dem Stadt-Derby Betis gegen FC Sevilla den Spielbetrieb wieder auf. dpa

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