Sport

Leichtathletik Im Zehnkampf platzen gleich mehrere Träume

Titelverteidiger Mayer gibt auf

Doha.Für den früheren Weltmeisterschaftsdritten Kai Kazmirek von der LG Rhein Wied ist bei der Leichtathletik-WM in Doha der Traum von einer weiteren Medaille geplatzt. Der 28 Jahre alte Zehnkämpfer blieb am Donnerstag zum Auftakt des zweiten Wettkampftages an der vierten Hürde hängen, kam ins Straucheln und schied aus. Nach den ersten fünf Disziplinen hatte er mit 4315 Punkten auf dem siebten Rang der Wertung gelegen. Noch im WM-Rennen, das erst nach Redaktionsschluss dieser Ausgabe entscheiden wurde, waren U-23-Europameister Niklas Kaul aus Mainz und der Ulmer Tim Nowak. „Kai war in Topform. Er hatte sich für den zweiten Tag so viel vorgenommen“, sagte der deutsche Cheftrainer Alexander Stolpe. „Das ist wirklich schade.“ Im vergangenen Jahr hatte Kazmirek den Start bei der Heim-EM in Berlin wegen einer Verletzung absagen müssen.

Aufgeben musste auch Titelverteidiger und Weltrekordler Kevin Mayer (Bild). Der Franzose brach den Stabhochsprung nach dem zweiten Versuch wegen einer Achillessehnenverletzung ab und gab unter Tränen auf. Nach dem Diskuswerfen, der siebten Disziplin, hatte Mayer noch mit 6310 Punkten auf Goldkurs gelegen. Ebenfalls nicht mehr im Rennen ist Lindon Victor. Der Mann aus Grenada blieb im Diskus ohne gültigen Versuch.

Derweil hoffen gleich drei Speerwerfer auf Edelmetall: Thomas Röhler, Johannes Vetter und der Mannheiemr Andreas Hofmann. Titelverteidiger Vetter hat in einer schwierigen Saison ein starkes Comeback hingelegt. Allerdings muss der 26-jährige Offenburger fünf Tage nach dem WM-Finale muss unters Messer. Die Operation wird arthroskopisch durchgeführt und dauert „vielleicht 20 Minuten“, sagte Bundestrainer Boris Obergföll. „Fünf, sechs Wochen danach kann Johannes wieder Gas geben.“ dpa

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