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Olympia Task Force nimmt nach Verschiebung Arbeit auf

Tokio bittet IOC um Geld

Tokio.Japans früherer Ministerpräsident Yoshiro Mori hat Ehrfurcht vor der Monumentalität seiner Aufgabe. Die in sieben Jahren vorbereiteten Olympischen Spiele in Tokio muss er nach der Verlegung des größten Sportereignisses auf dem Globus in wenigen Monaten mit einer neu gegründeten Task Force noch einmal organisieren. „Von nun an stellen wir uns einer noch nie da gewesenen Herausforderung“, sagte der 82 Jahre alte Präsident des Organisationskomitees am Donnerstag. Rund 30 Mitglieder sind in seiner Arbeitsgruppe mit dem offiziellen Namen „Tokio 2020 Neustart Task Force“.

Erstes Ziel ist es, bis spätestens Sommer nächsten Jahres einen Termin für die wegen der Corona-Pandemie verlegten Spiele zu finden. Noch ist Hidemasa Nakamura, Verantwortlicher für die Durchführung der Spiele, eher hilflos, was die fast unmögliche Suche nach einem jeden und allem gerecht werdenden Austragungszeitraum angeht. „Wir haben keine Ahnung, wann wir die Termine endgültig festlegen können“, bekannte er.

Wettlauf gegen die Zeit

Der Countdown für die Mission Neustart des wie IOC-Präsident Thomas Bach sagte „komplexesten Ereignisses auf diesem Planeten“, läuft unerbittlich. „Wir befinden uns in einem Wettlauf gegen die Zeit“, sagte Toshiro Muto, Chef des Organisationskomitees.

Tokio habe „eine enorme Aufgabe vor sich“, erklärte Gouverneurin Yuriko Koike. „Wir haben Probleme, die sich auftürmen. Aber es ist besser als eine Absage.“ Ein Ausfall wäre Stadt und Land viel teurer gekommen. Koike hofft nun, dass sich das IOC an den Kosten der Verlegung der Spiele beteiligt. dpa

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