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Motorsport Vor allem auf Betreiben von Audi arbeiten BMW und Vermarkter ITR an der Zukunftsfähigkeit der Rennserie

Tourenwagen Masters arbeitet an Fünfjahresplan

Nürnberg.Die langfristige Zukunft von Audi im Deutschen Tourenwagen Masters ist in Gefahr. Sowohl neue Anschuldigungen im Diesel-Skandal mit nach sich ziehenden Zahlungen sowie höhere Budgets der aufstrebenden Formel E könnten Audi-Chef Bram Schot zu einer Abkehr aus der DTM bewegen.

Die DTM-Verantwortlichen aus Ingolstadt arbeiten deshalb schon länger an Lösungen, um den Fortbestand zu sichern. „Wir entwickeln gemeinsam mit BMW und der ITR einen Fünfjahresplan, wie der Weg der DTM in den nächsten Jahren aussehen kann“, sagte Audi-Motorsportdirektor Dieter Gass vor dem vierten Rennwochenende am Samstag und Sonntag bei den Heimrennen auf dem Norisring.

„Wir sind mit dem Plan schon recht weit fortgeschritten und haben relativ klare Ideen. Vor allem die Internationalisierung mit dem Class-1-Reglement muss ausgebaut werden. Das Thema DTM hat Potenzial“, sagte der Motorsport-Chef, der sich darüber freut, „dass für uns die nächsten beiden Jahre erst einmal gesichert sind“. In wieweit Potenzial nach den beiden Jahren abgerufen wird, bleibt unsicher. „Es ist üblich, dass der Vorstand dann über unsere Motorsport-Programme neu entscheidet“, sagte Gass.

Auch bei BMW, das erst vor kurzem sein DTM-Engagement bekräftigt hatte, wird letztendlich in der Zentrale in München über die Zukunft entschieden. „Als Unternehmen muss man die nächsten Jahre strategisch planen. Dafür wollen und müssen wir auch in den Rennserien, in denen wir engagiert sind, die Rahmenbedingungen für die nächsten Jahre kennen“, sagte ein BMW-Sprecher.

Mehr Potenzial muss auch Audi-Pilot René Rast bei den zwei Heimrennen der beiden bayrischen Autohersteller abrufen. Der mit 93 Punkten in der Gesamtwertung Führende hat es bei seinen bisherigen Anläufen auf dem Stadtkurs in Nürnberg noch nie in die Punkteränge geschafft. „Höchste Zeit, das zu ändern“, sagte der Mindener. dpa

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