Sport

Doping Erfurter Arzt hat offenbar ausgepackt

Trainer als Komplizen?

Archivartikel

München.Im internationalen Blutdoping-Skandal soll der mutmaßliche Drahtzieher Mark S. ausgepackt und zentrale Figuren seines Netzwerkes preisgegeben haben. Das geht offenbar aus Dokumenten eines rechtskräftig abgeschlossenen Gerichtsverfahrens zum Doping im europäischen Ausland hervor, die der ARD-Doping-Redaktion vorliegen. Darin finden sich demnach Aussagen des Erfurter Arztes vor Vernehmungsbeamten, in dem er sein ausgeklügeltes Betrugssystem beschreibt und Komplizen nennt. Beim Aufbau eines Kundenkreises sollen ein ehemaliger österreichischer Skilanglauftrainer und ein kroatischer Leichtathletikcoach eine wichtige Rolle gespielt haben.

Die Schwerpunktstaatsanwaltschaft München hat Mitte Dezember 2019 Anklage gegen Mark S. und vier Helfer erhoben. Ihnen wird unter anderem gewerbsmäßige und teilweise bandenmäßige Anwendung verbotener Dopingmethoden beziehungsweise Beihilfe dazu vorgeworfen. In der 145-seitigen Anklageschrift sind über 30 Zeugen benannt worden. 23 Athleten wurde bei den Ermittlungen Blutdoping nachgewiesen.

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