Sport

Halbmarathon und Bike & Run Sieger Bill Martin, Lea Cagol, Lisa und Stefan Teichert begeistert von der Angebotsvielfalt

Umjubelt im Ziel und einfach glücklich

Mannheim.Mit 3502 Teilnehmern – ein gutes Drittel davon Frauen – war die Strecke über 21,0975 Kilometer wie in den letzten Jahren der Renner beim SRH Dämmermarathon. Als Beste trugen sich Bill Martin und Lena Cagol in die Siegerliste ein.

Exakt 1:11,26 Stunden nach dem Start wurde der US-Amerikaner aus Nashville am Wasserturm bejubelt. Er selbst war überrascht von seinem Erfolg. „Ich habe zu schnell angefangen und musste dafür bezahlen, denn ich fiel ich von Platz zwei auf Rang fünf zurück“, analysierte der 27-jährige Biologe, der seit zwei Monaten in Heidelberg lebt, seinen Lauf. „Aber die Spitze war immer in Sicht. Ich habe mich erholt und die anderen einen Kilometer vor dem Ziel überholt“, freute er sich über den Coup und wird – weil er an der Uni einen Dreijahresvertrag hat – noch häufiger bei Laufwettbewerben in der Region zu sehen sein. Verärgert über seine misslungene Renneinteilung war der lange vorn liegende Christian Schreiner (LAZ Rhein Sieg): „Ich habe die Schwüle unterschätzt. Auf den zweiten zehn Kilometern ging nicht mehr viel“, kommentierte er seine 1:11:35 Stunden.

Glücklich strahlte dagegen Halbmarathon-Siegerin Lea Cagol von der LSG Karlsruhe am Wasserturm in die Menge. Sie hatte sich von ihrer Mutter zur Teilnahme überreden lassen, die sich als SRH-Mitarbeiterin selbst für den Marathon gemeldet hatte.“ Doch diese Distanz traute sich die Tochter – eine Triathletin mit Vorliebe für die olympische Distanz – nicht zu. Deshalb rechnete die 22-Jährige Studentin der Zahnmedizin auch nicht mit einem Erfolg. „Doch als es nach der Hälfte gut lief, sagt ich mir: probier was“, freute sie sich über eine geglückte Aufholjagd von Rang drei aus, über eine neue Bestzeit (1:27,47) und über „eine super schöne Strecke“ mit viel Anfeuerung, aber auch Ruhephasen.

Jede Menge „Kombinierer“ nutzten den Duo-Wettbewerb „Bike&Run (eine Mischung aus Radfahren und Laufen) als Trainingseinheit. Das Siegerteam Lisa und Stefan Teichert (1:15,49 Stunden) aus Eppelheim macht sonst im Quadrathlon von sich reden. Die Ärztin im Mannheimer ZI ist sogar fünffache Weltmeisterin in der Kombination aus Schwimmen, Radfahren, Laufen und Paddeln. Bike&Run probierte sie mit ihrem Partner erstmals aus und war begeistert: „Das hat einen Riesenspaß gemacht und war die perfekte Vorbereitung für die EM in zwei Wochen.“ Als Taktik wählten sie zunächst größere Etappen von fünf Kilometern. „Gegen Ende haben wir alle 200 Meter gewechselt.“ Natürlich fliegend, „so richtig mit aus und in den Sattel springen.“

Wenn sie genau das etwas professioneller geübt hätten, dann wären die Triathleten Katharina Zirngibl und Samy Deghou aus Heidelberg vielleicht noch die entscheidenden vier Sekunden schneller gewesen (2./1:15:52). „Wir haben die fliegenden Wechsel erst heute Morgen ein bisschen geübt“, war die Bio-Informatik-Doktorandin dennoch hochzufrieden. „Ich hätte nie gedacht, dass wir so schnell sein können, es war ein tolles Erlebnis.“ sd

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