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American Football Schwäbisch Hall ist weiter ungeschlagen, muss aber in Marburg bis zum Schluss um den Erfolg zittern

Unicorns feiern 30. Sieg in Serie

Archivartikel

Marburg Mercenaries – Schwäbisch Hall Unicorns 31:34

(0:7, 17:6, 0:0, 14:21)

Die Punkte für Hall erzielten: Raheem Wilson (6), Tyler Rutenbeck (12), Maurice Schüle (6), Ari Adegbesan (6) und Tim Stadelmayr (4).

Den saisonübergreifend 30. Sieg in Serie haben die Schwäbisch Hall Unicorns bei den Marburg Mercenaries eingefahren und bleiben damit das einzige ungeschlagene Team in der German Football League (GFL). Bis der knappe 34:31-Erfolg in Hessen perfekt war, musste der von Verletzungen gebeutelte Südmeister aber ein hartes Stück Arbeit verrichten.

Wie erwartet gingen die Gastgeber hochmotiviert ans Werk und schnupperten gegen den Favoriten aus Schwäbisch Hall am ersten Sieg nach zuvor fünf Niederlagen in Folge. Angetrieben von US-Allroundtalent Silas Nacita, dem drei Touchdowns gelangen, lagen die Söldner zur Pause (17:13) und auch zu Beginn des Schlussviertels (24:20) noch in Führung, konnten diese in den letzten zwölf hochspannenden Spielminuten aber nicht verteidigen.

Demgegenüber kam die Offense der Unicorns erst im vierten Quarter so richtig in Fahrt. Großen Anteil daran hatten neben dem Runningback-Duo Maurice Schüle und Jannis Fiedler, das die Ausfälle von Jerome Manyema und Danny Washington einmal mehr glänzend kompensierte, Joshua Haas: Der Receiver setzte mit seinen Catches für rund 80 Yards immer wieder wichtige Impulse, wofür Jordan Neuman dem 23-Jährigen ein Sonderlob aussprach. „Es freut mich sehr, dass Joshua heute so ein starkes Spiel gemacht hat, nachdem er in dieser Saison lange auf der Bank ausharren musste“, so der Haller Head Coach.

„Ich wusste, dass die Marburger hochmotiviert ins Spiel gehen und wir mit unseren Verletzungsproblemen zu kämpfen haben würden“, so Jordan Neuman, der in Marburg auf elf Spieler verzichten und während der Partie auch noch das Saisonaus von Receiver Yannick Baumgärtner (Knie) hinnehmen musste. Umso größer fiel das Kompliment des Cheftrainers für die Comeback-Qualitäten seiner Mannschaft aus: „Wir lagen zum ersten Mal überhaupt im Schlussquarter zurück und haben es dennoch geschafft, zurückzukommen. Solche Drucksituationen brauchen wir, um auf die Playoffs vorbereitet zu sein.“

Während die Mercenaries auf Schützenhilfe angewiesen sind, um die Postseason noch zu erreichen, steht der Viertelfinal-Gegner der Schwäbisch Hall Unicorns bereits fest: Im direkten Duell um den vierten Rang im Norden setzten sich die Cologne Crocodiles mit 31:18 gegen die Potsdam Royals durch. Damit gastiert Köln am Samstag, 22. September (Kickoff: 17 Uhr), in Schwäbisch Hall. jub