Sport

Biathlon-Weltverband Ethik-Kommission eingerichtet

Verband wird überwacht

Archivartikel

Salzburg.Im Zuge des sich abzeichnenden Doping- und Korruptionsskandals will der Biathlon-Weltverband IBU eine Ethik-Kommission installieren. Das entschied der Vorstand im österreichischen Leogang. Die neue Kommission soll die Arbeit der Verbandsführung überwachen. Der Rechtsausschuss wird nun einen Ethik-Kodex erarbeiten, über den die Mitgliedsverbände auf dem IBU-Kongress im September im kroatischen Porec abstimmen sollen. Zudem wird im Juni das IBU-Anti-Dopingprogramm durch das Institut für Nationale Anti-Doping-Organisationen überprüft.

Ämter ruhen zurzeit

Im Skandal ermittelt in Österreich die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft aktuell gegen insgesamt zwölf Personen, gegen zwei wurden Korruptionsvorwürfe erhoben. Der Tatzeitraum umfasst vor allem die Biathlon-WM im Februar 2017 im österreichischen Hochfilzen, die Korruptionsvorwürfe reichen bis 2012 zurück. Russische Dopingsünder sollen gedeckt und 65 Doping-Proben vertuscht worden, bei einer WM-Vergabe für 2021 Geld geflossen sein.

Der norwegische Präsident Anders Besseberg, der in Porec nicht mehr antritt, und die deutsche Generalsekretärin Nicole Resch lassen ihre Ämter seit April ruhen.