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Hockey DHB-Damen ohne Umweg ins WM-Viertelfinale

Verdiente Ruhepause

Archivartikel

London.Auch die ungewöhnliche Anreise mit der Londoner U-Bahn hat die deutschen Hockey-Damen nicht vom sicheren Viertelfinal-Einzug bei der Weltmeisterschaft abgehalten. Im Gegenteil: Mit drei Siegen schafften Spielführerin Janne Müller-Wieland & Co. im Eilverfahren das direkte Weiterkommen.

Entscheidender Pluspunkt: Erst am Mittwoch (19 Uhr) steht für die DHB-Damen das nächste Match an, ihr Gegner wird zu Wochenbeginn in der Zwischenrunde ermittelt. WM-Mitfavorit Argentinien und Spanien müssen hingegen nach dem neuen Modus den Umweg über die Überkreuz-Duelle der Gruppen-Zweiten und -Dritten gehen.

„In Sachen Physis ist es sicher ein Vorteil, dass wir dann ein Spiel weniger in den Knochen haben als der Viertelfinal-Gegner“, sagte Bundestrainer Xavier Reckinger. Er hat sein verjüngtes Team auf den Punkt in Top-Form gebracht. Denn nach Siegen über Außenseiter Südafrika (3:1) und Champions-Trophy-Sieger Argentinien (3:2) gelang auch am Samstag beim 3:1 über Spanien eine überzeugende Leistung.

Minimalziel erreicht

Da fiel auch nicht ins Gewicht, dass Londons Innenstadt wegen eines Radrennens gesperrt war und der Shuttle-Dienst nicht funktionierte. Also setzte sich das Team am Morgen in die Underground, fuhr mit dem öffentlichen Personen-Nahverkehr ins WM-Stadion – und machte in souveräner Manier hinter das Mindestziel Top-Acht einen Haken.

Vielleicht sollten die DHB-Damen weiter auf diese Art der Anreise setzen. Denn erstmals klappten bei der WM auch die Strafecken. Den wichtigen Toren der Hamburgerinnen Anne Schröder (5.) zum 1:0 und Viktoria Huse (40.) zum 3:1 gingen zwei kurze Ecken voraus.