Sport

Basketball Ben Madgen stand beim Crailsheimer Sieg im Fokus

Von der Geburt des Sohnes geradezu beflügelt

Fraport Skyliners Frankfurt – Hakro Merlins Crailsheim 77:91

(21:29, 19:19, 21:20, 16:23)

Frankfurt: Murphy (19 Punkte/davon 2 Dreier), Clark (15/1), Freudenberg (12/3), Clarance (9/1), Huff (9/1), Robertson (8), Zeeb (5/1), Völler. Crailsheim: Russell (22/2), Madgen (22/3), Gay (13), Turner (10/1), Herrera (9/1), Neumann (4), Arnold (4), Cuffee (4), Wysocki (3/1), Ferner. Zuschauer: 5002 (ausverkauft).

Im neuen Jahr hat es für die Hakro Merlins aus Crailsheim auf Anhieb mit dem zweiten Saisonsieg in der eaxyCredit-BBL geklappt. Zwar hatte das Team bereits vor Anpfiff mit Widrigkeiten zu kämpfen, aber nach einer überzeugenden Leistung, gingen am Ende die Neujahrsvorsätze in Erfüllung. Im Fokus stand dabei Ben Madgen.

Wegen der Wettervorhersage reisten die Crailsheimer bereits einen Tag vor der Partie nach Frankfurt. Nicht an Bord des Mannschaftsbusses war allerdings Ben Madgen. Der Australier reiste aus erfreulichem Grund erst am Spieltag an, denn seine Frau bekam kurz vor Mitternacht den gemeinsamen Sohn zur Welt.

Den besseren Start erwischten aber die Hakro Merlins. Sie gingen schnell mit 12:3 in Führung. Erst danach kamen die Hausherren in Schwung und sie verkürzten auf 10:12. Nach einer Auszeit setzte sich das Crailsheimer Team von Traioner Tuomas Iisalo wieder ein bisschen ab und ging mit einer 29:21-Führung in die erste Viertelpause. Besonders der frischgewordene Vater, Ben Madgen, trumpfte bis dahin mit elf Punkten groß auf.

In den zweiten Spielabschnitt kamen die Hausherren besser. Sie machten den Vorsprung der Merlins wett und gingen ihrerseits in Führung. Den Zauberern unterliefen in dieser Phase zu viele Fehler. Erst ab der Hälfte des zweiten Viertels fanden die Crailsheimer zurück in das Spiel. Jetzt entwickelte sich eine abwechslungsreiche Phase, in der sich keine der beiden Mannschaften wirklich absetzten konnte. Erst gegen Ende zogen die Merlins wieder davon und führten zur Pause mit 48:40.

Im dritten Viertel entwickelte sich ein Abziehbild des zweiten. Erst nach drei gespielten Minuten gelangen den „Zauberern“ die ersten Zähler.Punkt für Punkt kämpften sich die Gastgeber heran, schafften aber nicht den Ausgleich. Da hatte in dieser vor allem DeWayne Russell (15 Punkte im dritten Viertel) etwas dagegen hatte.

Das Iisalo-Team kam mit weiterem Verlauf wieder besser ins Match. Im letzten Viertel gingen die Merlins dann wieder fokussierter zu Werke und sie erhöhten ihre Führung wieder auf 77:66. Im Gegensatz zum zweiten und dritten Viertel erlaubten sich die Gäste nun keine echte Schwächephase und ließen die Frankfurter nicht mehr zurück ins Spiel kommen.

Stimmen zum Spiel

Trainer Tuomas Iisalo: „Ich denke, dass wir heute sehr mutig gespielt haben. Die Frankfurter hatten eine schwere Woche mit zwei Spielen in Ulm. Sie waren ein wenig müde und konnten sich nicht so intensiv auf dieses Spiel vorbereiten. Das ist im Laufe der Partie zu unserem Vorteil geworden. Ich bin stolz auf unsere Spieler, unseren Kampf und heute unser Selbstvertrauen. Wir haben von Anfang bis Ende gut gespielt, das war diese Saison nicht immer so. Es war ein großer Sieg für uns.“

Sportlicher Leiter Ingo Enskat: „Die Mannschaft hat heute von Anfang an eine ganz andere Körpersprache gezeigt. Ganz wichtig war das wir auf die auf Läufe von Frankfurt immer eine passende Antwort gefunden haben.“ vb