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Formel 1 In Abu Dhabi bestreitet der 32-Jährige zum Saisonfinale sein vorerst letztes Rennen in der Königsklasse

Vor Nico Hülkenberg liegt eine leere Straße

Abu Dhabi.Im Rücken von Nico Hülkenberg (Bild) schaukeln die Jachten im Wasser. Vor der Glitzerkulisse des Grand Prix von Abu Dhabi sitzt der deutsche Renault-Pilot an einem Holztisch und spricht vielleicht ein letztes Mal über seine Prognose für ein Rennen in der Königsklasse des Motorsports. Nach 177 Grand Prix am Sonntag (14.10 Uhr/RTL und Sky) schließt der aufregendste Kreisverkehr der Welt den Rheinländer endgültig aus. „Es ist nicht neu, ich wusste schon eine Weile, dass es kommen würde“, erzählt Hülkenberg im Fahrerlager des Saisonfinales. Für jeden Piloten sei es ja das letzte Formel-1-Rennen 2019. Bei ihm komme aber die „Unsicherheit über die Zukunft“ hinzu.

Hülkenbergs Geschichte in der Formel 1 ist auch eine über das Timing. Zeit ist ja ohnehin der entscheidende Faktor in der Hochgeschwindigkeitsbranche. Hülkenberg, der 2010 bei Williams seinen Einstand in der Formel 1 gab, hat bei der Wahl des richtigen Zeitpunkts immer mal wieder danebengelegen. Vielleicht war das auch nicht alleine seine Schuld. So genau weiß das nur der Emmericher, der im kommenden Jahr Sebastian Vettel als einzigen deutschen Piloten zurücklässt.

„Ein Teil von mir ist auch aufgeregt, was vor mir liegt. Ich schließe dieses Kapitel und öffne ein neues“, sagt Hülkenberg. „Was passiert oder nicht passieren könnte – ich weiß es nicht, niemand weiß es.“ Hülkenberg will sich erstmal vom Rennfahren abkapseln. Dann wolle er sehen, wonach ihm der Sinn stehe und was sein Herz ihm sage. „Ich bin nicht verbittert“, beteuert er.

Kommt Hülkenberg zurück? Vielleicht in die Formel 1 nach einem Jahr Pause? Oder in eine andere Serie? „Ich schließe nichts aus“, sagt er, um sich keiner Chancen zu berauben und sich Optionen offenzuhalten. „Es wird sicher auch Momente geben, wenn mir die Decke auf den Kopf fällt“, räumt er ein. Nun liege aber erstmal eine „leere Straße“ vor ihm. Hülkenberg beteuert: „Und das ist ganz gut so.“ dpa (Bild: dpa)

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