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Football Schwäbisch Hall Unicorns empfangen morgen die Stuttgart Scorpions zum Baden-Württemberg-Duell in der GFL

Wieder Websters Trickspielzug-Gewitter?

Derbys sind besonders, und am Samstag kann man eines im Schwäbisch Haller „Optima Sportpark“ erleben: Um 17 Uhr empfangen die Schwäbisch Hall Unicorns die Stuttgart Scorpions zum württembergischen GFL-Gipfeltreffen im American Football.

Gegen kein anderes Team haben die Schwäbisch Hall Unicorns in den 34 Jahren ihres Bestehens öfter gespielt als gegen die Stuttgart Scorpions. Bereits 47 Mal stand man sich in Pflichtspielen gegenüber, 24 gewannen die „Haller“, 21 mal gingen sie als Verlierer vom Platz und zwei Mal trennte man sich mit einem Unentschieden. Am morgigen Samstag steht also die 49. Auflage des württembergischen Football-Gipfels auf dem Programm, und die Gastgeber haben sich dafür den 25. Sieg gegen die Scorpions aus der Landeshauptstadt vorgenommen.

Dabei wurde ihnen allerdings auch an diesem Wochenende im Vorfeld ein Rätsel aufgegeben. War es am vergangenen Sonntag in Kempten das Spielsystem der Comets, das den Hallern vorher unbekannt war, so ist es bislang die Besetzung der Spielmacherposition der Scorpions, die mit einem Fragezeichen belegt ist. Am Dienstag gaben die Stuttgarter bekannt, dass sie sich nach zwei Niederlagen zum Saisonstart von ihrem amerikanischen Quarterback Frank Brock getrennt haben und dieser als Offensive Coordinator zum Zweitligisten nach Straubing wechselt. Die Frage der Nachfolge blieb aber noch offen.

Erst am Freitag wollen die Scorpions darüber informieren, wer am Samstag die Stuttgarter Offense anführen wird. Gut möglich, dass die Schwaben mit einer amerikanischen Neuverpflichtung überraschen werden. Denkbar ist aber auch, dass ihr Offensive Coordinator Rick Webster wieder den Footballhelm aufsetzen wird. Webster war noch im vorigen Jahr als Quarterback bei den Ingolstadt Dukes aktiv und ist den Hallern noch in guter Erinnerung. War er doch maßgeblich an dem Trickspielzug-Gewitter beteiligt, mit dem die Dukes die Unicorns bei ihrem letztjährigen Auftritt in arge Bedrängnis gebracht haben.

Mit Niederlagen gegen Ingolstadt und Kirchdorf sind die Scorpions in die GFL-Saison 2018 gestartet. Für Halls Head Coach Jordan Neuman hat das aber keine Bedeutung: „Ich habe mir die Videos beider Spiele genau angeschaut. Die Scorpions sind deutlich besser, als es diese beiden Ergebnisse ausdrücken.“ Außerdem kennt auch er den besonderen Reiz, der in der anstehenden Partie liegt: „Die Stuttgarter zeigen gegen uns immer ihre beste Leistung.“

Veränderungen erklären Start

Daran wird auch der neue Stuttgarter Head Coach Jermin Guynn sicher nichts ändern wollen, auch wenn er das Stuttgarter Spiel an einigen Stellen verändert hat. Diese Veränderungen sind für Neuman auch eine Erklärung für den bisher holprigen Saisonstart der Scorpions: „Neuerungen brauchen immer etwas Zeit, bis sie gut funktionieren. Nach einem spielfreien Wochenende und zwei Trainingswochen könnte dieser Zeitpunkt für Stuttgart durchaus am Samstag kommen.“

Bei den Unicorns ist das Bild ein anderes, denn sie haben bei ihren ersten zwei Auftritten gegen München und Kempten klar überzeugt und ihre Gegner dominiert. Daher gilt es schon früh in der Saison darauf zu achten, dass sich kein Übermut einschleicht. „Für zwei Siege zum Saisonstart gibt es keine Pokale“, sagt der Haller Cheftrainer. „Unsere Jungs sind sich dessen bewusst. Wir alle wissen, dass wir noch einen langen Weg vor uns haben und es noch vieles gibt, das wir verbessern müssen.“ axs