Sport

Reitsport Blum und Deußer wahren deutsche Chancen

Wilder Ritt mit der Achterbahn

Archivartikel

Rotterdam.Weltmeisterin Simone Blum legte wieder glänzend vor – aber zwei Kollegen patzten und ließen die Stangen purzeln. Dadurch haben die deutschen Springreiter bei der Europameisterschaft in Rotterdam ihre führende Position verloren. Einen Tag nach vier fehlerfreien Runden und Platz eins im Zeitspringen fiel das Quartett am Donnerstag in der ersten Runde des Nationenpreises auf Rang zwei zurück.

„Ich muss mich erst beruhigen“, sagte Bundestrainer Otto Becker nach einem nervenaufreibenden Springen mit zwei Null-Runden und zwei Mal acht Strafpunkten für sein Team. „Das war eine Achterbahnfahrt“, gestand der Coach, der am Ende mit Platz zwei noch zufrieden war. Hinter Belgien mit 11,07 Strafpunkten liegt seine Mannschaft mit 12,22 nur knapp dahinter und hat sich so die Chance auf Gold erhalten. Dann folgt Großbritannien (13,41). „So ist noch alles drin“, sagte der Bundestrainer.

Ben Maher führt vor Steve Guerdat

Die hoffnungsvolle Position rettete Daniel Deußer mit seinem abschließenden Null-Fehler-Ritt. In der Einzelwertung liegt Deußer nun mit Tobago als bester Deutscher auf Platz vier. Es führt der Brite Ben Maher mit Explosion vor dem Schweizer Steve Guerdat mit Bianca.

Eine glänzende Leistung zeigte wie am Vortag Simone Blum. Die Weltmeisterin ritt mit Alice eine perfekte Runde. „Ich genieße jeden Moment“, kommentierte die 30-Jährige aus dem bayrischen Zolling ihren Auftritt. „Es war wieder eine schöne Runde, ich bin einfach glücklich darüber. Alice ist hier toll drauf, sie macht es mir leicht.“ dpa

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