Sport

Handball Veranstalter in Ägypten lenken ein

WM nun doch ohne Zuschauer

Kairo.Die Handball-Weltmeisterschaft in Ägypten wird nun doch ohne Zuschauer stattfinden. Diese Entscheidung teilten die Veranstalter am Sonntagabend via Twitter mit. Zuvor hatten sich die Organisatoren des Turniers vom 13. bis 31. Januar auf einem planmäßigen Treffen mit Teilen der ägyptischen Regierung beraten. „Es ist offiziell: Keine Fans bei #Egypt2021“, hieß es nun in dem Tweet.

Damit reagieren die Veranstalter wohl auch auf einen Protestbrief zahlreicher Spieler. Die Kapitäne von 14 europäischen Nationalteams um den deutschen Linksaußen Uwe Gensheimer von den Rhein-Neckar Löwen hatten darin ihre Bedenken hinsichtlich der Zuschauerpläne geäußert. Bis zuletzt hatten die Veranstalter die Hallen noch mit bis zu 20 Prozent der Zuschauerkapazität auslasten wollen.

„Die Entscheidung ist endgültig gefallen: Ägypten 2021 – die 27. IHF Weltmeisterschaft der Männer – wird an keinem ihrer Austragungsorte Fans sehen“, heißt es auf der offiziellen Homepage der Veranstaltung. Darauf habe sich das Organisationskomitee bei einer Sitzung unter der Leitung von Premierminister Mostafa Madbouly und Ashraf Sobhy, dem Minister für Jugend und Sport, sowie IHF-Präsident Hassan Moustafa und Hesham Nasr, dem Vorsitzenden des ägyptischen Handball-Verbandes geeinigt.

Im deutschen Lager sorgten die Nachrichten aus Kairo nach der EM-Qualifikationspartie gegen Österreich für große Erleichterung. „Es wurde im Vorfeld darüber gesprochen, alle zu schützen. Und das ist eine zusätzliche Sicherheit. Natürlich macht es uns mehr Spaß, vor Zuschauern zu spielen. Aber in der aktuellen Lage die richtige Entscheidung“, kommentierte Kapitän Gensheimer die neue Lage, die er mit seinen Spielführer-Kollegen und mit der Unterstützung der Spielergewerkschaft eingefordert hatte.

Gislason: Macht die Blase sicherer

Auch Bundestrainer Alfred Gislason war froh über die Kehrtwende der Veranstalter. „Ich finde es sehr gut, dass die IHF dem Wunsch der Spieler entspricht. Das macht die Blase sicherer“, blickte der Isländer auf das zuletzt immer wieder umstrittene Turnier in Nordafrika und lag damit auf einer Wellenlänge mit DHB-Sportvorstand Axel Kromer: „Wir freuen uns sehr, einen weiteren Sicherheitspunkt dazu bekommen zu haben. Die Spieler haben die richtigen Worte gefunden.“ dpa/red/mast

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