Sport

Rudern Ex-Schwimmer ohne Mühe im WM-Endlauf

Zeidler bleibt auf Kurs

Plowdiw.Aus dem Nichts in das WM-Finale. Ruder-Anfänger Oliver Zeidler machte aus einem Stolz keinen Hehl. Nur knapp zwei Jahre nach seinem Wechsel in den Einer steuert der 22 Jahre alte ehemalige Leistungsschwimmer auf Medaillenkurs. Mit seinem zweiten Platz im Halbfinale setzte der WM-Debütant seinen märchenhaften Aufstieg zu einem der weltbesten Skuller fort. „Das Saisonziel ist erreicht, was nun folgt, ist Bonus“, kommentierte Zeidler mit Blick auf den Showdown am Sonntag.

Dann ist der DRV auch im Einer-Finale der Frauen vertreten. Der dritte Platz im Halbfinale sorgte bei Annekatrin Thiele für Erleichterung. Schließlich blieb die erfahrene Leipzigerin damit im Soll.Als insgesamt sechstes deutsches Boot in den 14 olympischen Klassen löste auch der Männer-Doppelzweier das Endlauf-Ticket.

Achter die größte Goldhoffnung

Als wohl größte deutsche Goldhoffnung gilt der Achter. Beim souveränen Vorlaufsieg am Mittwoch wurde der Titelverteidiger um Schlagmann Hannes Ocik (Schwerin) diesem Ruf gerecht. Allerdings waren sowohl die Amerikaner als auch die Australier im zweiten Rennen schneller als die Deutschen. Nicht zuletzt deshalb erwartet Ocik am Sonntag (15.15 Uhr/MESZ) einen Ruder-Krimi: „Wir sollten gewarnt sein. Es gibt mindestens noch zwei andere Achter, die richtig was drauf haben.“

Für einen erfolgreichen Start in das Finalwochenende sorgten die Ruderer aus den nichtolympischen Klassen. Der leichte Männer-Doppelvierer sicherte sich vor Italien und der Türkei die Goldmedaille. Darüber hinaus wurde auch Jason Osborne seiner Favoritenrolle im leichten Einer gerecht. Komplettiert wurde die positive Bilanz durch den dritten Rang im leichten Frauen-Doppelvierer.