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Neckarstadt Krankenpflege-Auszubildende backen für Senioren

1000 Euro dank Waffeln und Kuchen

Elke Oestreicher-Krebs vom Ausbildungszentrum der Universitätsmedizin Mannheim (UMM) strahlt, als sie Anne Stöhr vom Netzwerk „Älter werden in der Neckarstadt“ den Spendenscheck über 1000 Euro überreicht. Mehr als 60 Auszubildende der Krankenpflege applaudieren derweil. Einige von ihnen haben ihren Teil zum Kuchen- und Waffelverkauf beigetragen, der die hohe Spende als Erlös für das Netzwerk brachte. Der Scheck wurde nun im Ausbildungszentrum symbolisch übergeben. „Mit einem so hohen Betrag hätten wir niemals gerechnet“, sagt Stöhr, die zwischen Klinikum und Netzwerk vermittelte. 40 Kuchen wurden von den Ausbildenden gespendet, die Zutaten für die 80 Liter Waffelteig übernahm die Küche des Universitätsklinikums.

„Älter werden in der Neckarstadt“ möchte auf verschiedene Weise die Lebensqualität älterer Menschen in der Neckarstadt verbessern, erklärt Stöhr. Sie achten etwa drauf, dass es immer ausreichend Sitzgelegenheiten in der Öffentlichkeit gebe, oder haben die stationäre Pflege in den Krankenhäusern im Blick. Stöhr freut es, wenn ihr Netzwerk auch von jüngeren Menschen – wie etwa nun von den Auszubildenden – wahrgenommen wird. „Wir wollen generationenübergreifend agieren“, erklärt sie. So könnte sie es sich beispielsweise auch vorstellen, einmal gemeinsam mit einem Kindergarten ein Projekt zu planen.

Auch die Auszubildenden zeigten sich angetan von der Aktion. Luisa Klippel gehört zu denjenigen, die einen Kuchen für den Verkauf gestiftet haben. Klippel war zum ersten Mal beim Kuchen- und Waffelverkauf des Ausbildungszentrums dabei. Sie hörte jedoch bereits im Vorfeld, dass diese Veranstaltung sehr beliebt sei. Auch die Idee, ältere Menschen im Stadtteil zu unterstützen, gefällt ihr. Ihre Einstellung gegenüber Senioren habe sich durch ihre Ausbildung der Krankenpflege verändert. „Ich erlebe meine älteren Patienten oft als etwas konservativ, aber auch sehr lustig, dankbar – und süß auf eine Weise wie junge Menschen es nicht sein könnten“, sagt die Auszubildende.

Neue Rekordsumme

Jedes Jahr darf sich ein anderes Wohltätigkeitsprojekt über den Erlös des Kuchen- und Waffelverkaufs freuen. „In den vergangenen Jahren haben wir meistens 600 bis 700 Euro eingenommen“, sagt Elke Oestreicher-Krebs. In diesem Jahr habe die Aktion somit ihren bisherigen Einnahmerekord erzielt. In der Vergangenheit gingen die Spenden meistens an Hilfsprojekte für Kinder. Da ältere Menschen sonst weniger im Fokus stünden, war es Oestreicher-Krebs wichtig in diesem Jahr Senioren mit der Spende zu unterstützen, sagt sie.