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Neckarstadt-Ost SPD schaut sich mit Centro-Verde-Anwohnern das Areal an / Kritische Stimmen

Ärger über Hundekot und schlechte Spielplatzsituation

Vor einem Jahr hatten sich die SPD-Gemeinderatsfraktion, SPD-Bezirksbeiräte aus der Neckarstadt-Ost und der SPD-Ortsverein mit den Bewohnern des Centro Verde angeschaut, wie es um den öffentlichen Raum im Quartier bestellt ist. „Seither hat sich einiges getan“, stellten der Fraktionsvorsitzende Ralf Eisenhauer, dessen Stellvertreter Reinhold Götz sowie die Bezirksbeiräte Ursel Kravat und Hans Georg Dech bei einer erneuten Begehung des Viertels mit mehr als 30 Bewohnern fest. Das neue Verwaltungsgebäude der GBG Wohnungsbaugesellschaft ist bezogen und der Übergang von der Zielstraße über die Bahnlinie nach Käfertal barrierefrei von der Neckarstadt aus gestaltet. Leider fehle noch das Pendant auf Käfertaler Seite, so Götz. Damit werde hoffentlich Ende 2019/Anfang 2020 begonnen. Erst müsse der Kreisel zur Verkehrsberuhigung am Kreuz Radrennbahn/Zielstraße (Baubeginn: Mitte Juli dieses Jahres) fertig sein.

Gebaut würden auch noch Straßenhindernisse an der Radrennbahn zur deutlichen Geschwindigkeitsdrosselung. Die Politiker hatten bei der Begehung auch das Gefühl, dass sich hinsichtlich der Rasenfläche hinter dem GBG-Verwaltungsgebäude einiges verbessert habe. Doch noch immer gebe es Verschmutzung durch Hundekot. „Der sozialen Druck ist zwar etwas höher jetzt – es gibt aber immer noch welche, die ihre Hunde dort frei laufen lassen“, bemängelte Martin Rapp, Sprecher der Bürgerinitiative Stammtisch Centro Verde. Dazu erklärte Götz: „Es nützt nichts, noch mehr Schilder aufzustellen, da kann man nur an die Vernunft der Hundehalter appellieren.“

Schmutziger Gehweg

Anwohner bemängelten zudem, dass angesichts der vielen hier wohnenden Kinder die Gesamtausstattung des „Spielplatzes auf der Rasenfläche mehr als dürftig ausgestattet“ sei. Es gebe dort keinen Sonnenschutz, die Holzhäuschen seien marode und die Rutsche viel zu hoch für die Kleineren. Stadtrat Eisenhauer versprach, „das Thema Spielplatz noch einmal anzugehen“.

Ein Aspekt, bei dem sie nicht weitergekommen seien, bekannte Götz, sei die Verschmutzung des Gehweges hinter Lidl. Doch inzwischen sei geklärt: Lidl sei für die Pflege zuständig. Die Stadt habe die Firma angeschrieben, ihrer Reinigungspflicht nachzukommen. Was die Anwohner ärgert, ist der Unrat rund um die Häuser, in denen Studenten wohnen. Eisenhauer versprach, sich an das Studierendenwerk zu wenden.

Ein weiteres Thema, das sie demnächst beschäftigen werde, sei die Buslinie, sagte Götz. Nach ursprünglicher Planung der Rhein-Neckar Verkehrsbetriebe sollte der Bus durch die Radrennbahn und die Johann-Weiß-Straße in den Ulmenweg fahren. Nachdem sich die Bewohner beschwert hätten, sei der Bus als Kompromiss vom Ulmenweg in die Johann-Weiß-Straße und nach einem Carrée wieder in den Ulmenweg gefahren. Doch inzwischen sei das Gelände anders bebaut. „Die Entscheidung galt für drei Jahre, dann wollte die RNV noch mal überlegen“, so Götz. Deshalb gebe es nun eine Befragung. ost