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Hochstätt Quartiermanagement um Organisatorin Yvonne Baumgarten feiert Familienfest im Mehrgenerationenpark

Abstrakte Klecks-Kunstwerke

Quer durch den Park schallte, was man bereits aus der Distanz hörte, orientalische Volksmusik, gefolgt von Songs wie „Ella, elle l’a“ von France Gall und „Thunderstruck“ von AC/DC aus dem digitalen Speicher der Musikanlage.

Für die richtige Musikauswahl auf der DJ-Kanzel sorgte Discjockey Günter Seibel. „Ich bin seit dem ersten Familienfest als ehrenamtlicher Helfer dabei“, erzählte DJ Günter Seibel, der die Songs über Laptop und Smartphone durch die Lautsprecher jagte. Im Mehrgenerationenpark im multikulturell geprägten Stadtteil Hochstätt feierte das ausrichtende Quartiermanagement mit zahlreichen Einrichtungen das 11. Familienfest mit Showprogramm auf der Bühne.

Zur Eröffnung des Festes sprach Altstadträtin Professor Heidrun Kämper. Im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit stand eine Tanzgruppe des Jugendhauses Hochstätt, das unterstützt durch modernste Veranstaltungstechnik schwungvolle Choreographien aufführte. „Am 20. Juli haben wir eine Beach Party im Jugendhaus“, kündigte der neue Leiter Nikolas Häfner an, der seit Januar das Haus im Riestenweg führt und Nachfolger von Vorgängerin Claude Ellinger ist, die sich in den Ruhestand verabschiedet hat, jedoch privat auf dem Familienfest anwesend war. „Und am 26. Juli übernachten wir im Jugendhaus, danach sind Sommerferien, unsere Einrichtung bleibt aber geöffnet“, erläuterte der 32-Jährige mit rotem Bart, der gebürtig aus Sinsheim-Steinsfurt stammt.

Bilder mit der Farbschleuder

Im Bühnenhintergrund hing ein Banner des Wohnungsgebers Vonovia. „Diese Firma hat die Bühne, den DJ und die Gema bezahlt“, freute sich Quartiermanagerin Yvonne Baumgarten. Im Mehrgenerationenpark verteilten sich etliche Stände, etwa von der Arbeiterwohlfahrt (AWO), dem Schifferkinderheim und dem Förderverein des Jugendhauses.

Unter dem Pavillon der Jugendhaus-Mitarbeiter durften die Kinder abstrakte Gemälde mit einer großen Drehscheibe anfertigen, einer sogenannten Farbschleuder: Zuerst zogen die Sprösslinge bunte Farbe in ausliegende Plastikspritzen auf, anschließend bespritzten sie damit ein weißes Blatt Papier auf der rotierenden Drehscheibe. Auf diese Weise entstanden den berühmten Dripping-Bildern von Jackson Pollock nicht unähnliche Gemälde. „In den letzten drei Wochen der Sommerferien bieten wir im Jugendhaus zweimal wöchentlich einen indischen Tanzkurs an“, schilderte die ehrenamtliche Tanzlehrerin Natascha Creutz, die selbst im Bezirk Hochstätt ihre Kindheit verbrachte.

Freundlicher Stadtteil

Wie charakterisiert die Helferin, die sich mit ihren Schützlingen dem HipHop-Tanz widmet, den südlichen Stadtteil Hochstätt? „Wir sind ein kinderfreundlicher Stadtteil mit vielen Grünflächen, ich bin gerne hier aufgewachsen“, erzählte Trainerin Natascha Creutz, die hauptberuflich als Arzthelferin arbeitet. „Ich hätte gerne so viele Möglichkeiten gehabt als Kind, wie die Kinder heute bekommen“, verglich Creutz die Vergangenheit mit der sozial fortschrittlichen Gegenwart. Ihre beiden Tanzgruppen heißen „Die Echsen-Hexen“ und „The Lizards“, denn eine stilisierte schwarze Echse ist das Logo des Jugendhauses im Riestenweg.

Außerdem beteiligten sich der Kindergarten Heilig Kreuz, das evangelische Eltern-Kind-Zentrum, das Pfarramt der Immanuel-Pfingstberg-Gemeinde, der Förderverein der Astrid-Lindgren-Schule, der Fußballverein FC Türkspor, die Caritas, der Bewohnertreff, der Träger UniVersPilot und die GBG Wohnungsbaugesellschaft an dem Familienfest.