Stadtteile

Lindenhof Stadtteil präsentiert sich zwei Tage lang beim Lanz-Park-Fest / Vielfalt und gutes Miteinander

Besucher trotzen der Sommerhitze

Ein ganzer Stadtteil feiert: Das war am Wochenende beim Lanz-Park-Fest der Fall. Musik und Unterhaltsames für Kinder standen ebenso auf dem Programm wie Party am Abend und tagsüber ein buntes Markttreiben. Das Stadtteilfest der Arbeitsgemeinschaft (ARGE) aus Bürger-Interessen-Gemeinschaft (BIG) und dem Gewerbeverein Lindenhof war – trotz der karibischen Temperaturen am Samstag – gut besucht.

BIG-Vorsitzender Ulrich Holl, sein Stellvertreter Marc-Oliver Kuhse, der Vorsitzende des Gewerbevereins, Alexander Syri, und Moderatorin Fariba Amin strahlten bei der Eröffnung geradezu mit der Sonne um die Wette. Es war ein Auftakt nach Maß. An rund 30 Ständen präsentierten engagierte Einrichtungen, Vereine, Gewerbetreibende und Hobbykünstler kulturelle Vielfalt, ehrenamtliches Engagement und entspanntes Miteinander.

Das Bühnenprogramm begeisterte alle Menschen. Ein Familienfest: Das ist seit vielen Jahren Titel und Programm des Lanz-Park-Festes zugleich. Es war eine tolle Leistung der Akteure, sich bei der großen Hitze einzubringen, insbesondere die Tanzeinlage der neuen Garde der Grokageli (Große Karneval Gesellschaft Lindenhof) bei 32 Grad.

„Richtig gut“

Aber auch die temperamentvollen Rope-Skipping- und Capoeira- Vorführungen waren eine Herausforderung, die die jungen Sportler hervorragend meisterten.

Zum Auftakt erfreuten die Ökumenische Singschule an Johannis und der Diesterweg-Schulchor unter Leitung von Niklas Sikner mit Ausschnitten aus ihrem neuen Musical „König Drosselbart“. „Es war schön, die Kinder singen zu hören und noch dazu richtig gut“, sagte Besucherin Gudrun Höfer. Und als ob es nicht schon warm genug wäre, heizte die Bigband des Moll-Gymnasiums unter Leitung von Frederik Diehl dem Publikum mit heißen Rhythmen kräftig ein. Die Band Pop the Weasel und das Trio Más que tres begleiteten das Fest weiter musikalisch.

Am Abend stieg dann die Party mit Seyda Sibel & Band. Die Musiker der Musikakademie servierten chilligen Jazz und Latin Pop. Da war der Biergarten bis auf den letzten Platz besetzt. „Wir sind zufrieden mit dem Zuspruch“, sagte Kuhse.

Das Stadtteilfest, das die ARGE zum 13. Mal ausrichtete, wurde auch am Sonntag von den Gewerbetreibenden und Ehrenamtlichen mit großem Engagement begleitet. Wegen des Regens in der Nacht waren die Temperaturen am Sonntag angenehm. Nach dem ökumenischen Gottesdienst mit Pfarrerin Susanne Komorowski und Pastoralreferent Stefan Mayer spielte das Martin Freund Jazztett auf zum Frühschoppen. Essen und Trinken gab es reichlich, obwohl zwei Standbetreiber abgesagt hatten.

Mitreißender Auftritt

„Wir haben überlegt, ob wir neue Stände dazu holen sollen, haben uns aber dagegen entschieden, so dass die verbliebenen Stände mehr Zulauf hatten. Die Standbetreiber waren zufrieden“, sagte Alexander Syri.

Bühnenprogramm, Kinderprogramm mit Hüpfburg, Fred Fuchs, das Maskottchen des „Mannheimer Morgen“, und Feuerlöschen am Stand der Freiwilligen Feuerwehr Innenstadt sowie Angeln bei der CDU, Lollyschleuder bei den Grünen oder Malen am Stand des Buchladens am Gontardplatz – auch für jeden der kleinen Gäste war etwas dabei.

Die Organisatoren freuten sich über die Unterstützung durch die Firma Diringer & Scheidel, die wieder für Strom und Wasser sorgte, ohne die das Fest nicht möglich wäre. Sie betonten einmal mehr den Teamgeist aller Beteiligten. Ihr Ziel ist es, zu zeigen, welches Potenzial in dem Stadtteil steckt.

Wie groß die Vielfalt und das ehrenamtliche Engagement sind, davon konnten sich die Besucher ein eindrucksvolles Bild verschaffen. Vielbeklatschter Ausklang des gelungenen Festes war der mitreißende Auftritt von Sängerin Anke P.

Info: Fotostrecke unter morgenweb.de/