Stadtteile

Neuhermsheim Aktion für einen Jugendtreff im Mai geplant

Bürger sammeln 1000 Unterschriften

Die Bürgerinitiative für ein Jugendtreff in Neuhermsheim hat ihr Ziel, 1000 Unterschriften zu sammeln, erreicht. Auch die SPD setzt sich dafür ein, dass der Nachwuchs wieder eine eigene Einrichtung bekommt. Dafür sollte der alte Standort im Lochgärtenweg in Betracht gezogen werden, so die Partei.

„Ich kann es kaum glauben, in nur neun Wochen haben wir mehr als 1000 Unterschriften gesammelt“, freut sich Elena Steinbach, eine der Mitbegründerinnen der Bürgerinitiative. Wie vom „MM“ berichtet, starteten fünf Mütter Anfang des Jahres die Bürgerinitiative. Schließlich sei es an der Zeit gewesen, etwas zu tun. „Wir wollen uns für unsere Kinder und Jugendlichen in Neuhermsheim einsetzen. Immerhin sind wir der fünft kinderreichste Stadtteil in Mannheim“, kommentiert Sarah Kinzebach.

Der ehemalige Containerbau in den Lochgärten steht seit langer Zeit leer und ist in dem jetzigen Zustand nicht nutzbar. Einen alternativen festen Standort für einen Jugendtreff gibt es nicht und die „Übergangslösung“ in Form der mobilen Jugendarbeit läuft nur noch bis Ende 2019.

Die Bürgerinnen und Bürger appellieren an die Stadt, die Verwaltung und die Politik, den Bedarf für einen Jugendtreff mit einem festen Standort in Neuhermsheim zu erkennen und endlich zu handeln. „Kinder und Jugendliche sind unsere Zukunft und brauchen – auch in Neuhermsheim – eine feste Anlaufstelle, einen Ort, an dem sie sich begegnen können“, so die Initiatorinnen. Das nächste gemeinsame Ziel ist die Sitzung des Jugendhilfeausschusses am 23. Mai. Vor der Sitzung im Stadthaus in N 1 ist um 15.30 Uhr ein Flashmob der Betroffenen geplant. Dann wollen die Akteure auch die gesammelten Unterschriften an Bürgermeisterin Ulrike Freundlieb übergeben.

Verwaltung soll informieren

Rückenwind für das Anliegen kommt von der SPD: Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende und Sprecherin für Kinder, Jugend und Bildung Lena Kamrad bekräftigt: „Wir wollen, dass Neuhermsheim wieder einen festen Jugendtreff bekommt.“ Zwar läuft nach Meinung der Partei die mobile Jugendarbeit unter schwierigen Rahmenbedingungen sehr gut und findet großen Widerhall bei den Kindern und Jugendlichen im Stadtteil. Auf Dauer könne sie aber einen festen Treff nicht ersetzen. „Für uns gilt nach wie vor der Grundsatz: ein Jugendtreff in jedem Stadtteil“, so Kamrad

Da die Standortsuche schwierig ist, schlägt die SPD den alten Standort im Lochgärtenweg vor. Kamrad: „Wir fordern die Verwaltung auf, über den Sachstand zu informieren. Sollte sich da nichts Neues ergeben, plädieren wir dafür, die baurechtlichen Rahmenbedingungen für einen Jugendtreff im Lochgärtenweg zu schaffen.“