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Neckarau Supersüße Sommergala des Rhein Neckar Theaters / Saal trotz Hitze voll besetzt

Bunt, witzig und pompös

Ein wahres Feuerwerk unterschiedlicher Songs aus sieben Jahrzehnten bot sich jetzt dem begeisterten Publikum der diesjährigen Supersüßen Sommergala des Rhein Neckar Theaters an. Top-Solisten mit Bühnenerfahrung präsentierten in einer zweieinhalbstündigen Schau eine faszinierende Revue mit Live-Gesang und farbenprächtigen Kostümen.

Die Zuschauer erlebten eine musikalische Erinnerungsreise. Mit der packenden, aberwitzigen und temperamentvollen Musikschau, die sich aus den sorgfältig gewählten Songs entfaltete, zog das hochkarätig besetzte Quartett, unter der Regie von Markus Beisel, das Publikum vom ersten Takt an in den Bann.

Neue Elemente, Welthits der Rock- und Popgeschichte, neu gemixt und fein gewürzt mit deutschsprachigen Songs, die sich mit der Liebe und dem Wunsch nach Freiheit – „I want to be free“ von Freddy Mercury – beschäftigten.

Mannheims Miststück Céline Bouvier (alias Markus Beisel) zückte ihre Moderationskärtchen und erzählte, was die Freunde des Rhein Neckar Theaters während der Sommerpause und danach an Auftritten und neuen Programmhöhepunkten erwartet.

Mit Lichteffekten

Trotz brütender Sommerhitze war der Saal bis auf den letzten Platz gefüllt. Neben den bewährten Elementen der Sommergala des Rhein Neckar Theaters – wie der „Aloa Laola-Welle“, mit der die begeistert mitgehenden Zuschauer ihren Wunschkandidaten auf die Bühne rufen konnten – erwarteten das Publikum außerdem noch ganz neue Zutaten: vom brandheißen Song der Rockröhre Dolores von Cartier (alias Alexander Rohr) „I want anything for love“ – der nebenbei seit fast 20 Jahren in die Rolle der „Dolo“ schlüpft – über den grandiosen Auftritt von Markus Beisel als Evita „I cry for you Argentina“ (sie erinnerte von „Liberace“), bis hin zu den Songs der 1970er Jahre – präsentiert mit viel Musik und besonderem Witz, entsprechend verstärkt durch die ausgeklügelte Verwendung von Lichteffekten.

After-Show-Party im Hof

Das Publikum sang, klatschte und schunkelte begeistert mit. Dafür sorgte die Besetzung aus der Theater- und Musical-Szene: Neben den Publikumslieblingen der letzten Jahre – wie Markus Beisel, der immer wieder mit heißen Outfits und bombastischen Frisuren überraschte – bestand die Hälfte des Quartetts aus Neuzugängen.

Das Duo „Zweisamkeit“ mit Patricia Kain und Felicitas Hadzik im Abba-Outfit übertrug die legendären 70er Jahre in deutsche Pop-Schlager – vom Klang, von der Kleidung und vom Lebensgefühl frisch, fröhlich und voller Lebensfreude. Nicht nur bei ihrem eigenen Song „Wir feiern das Leben“. Und natürlich durfte auch Alexander Rohr mit seinem mittlerweile beim Stammpublikum Kult gewordener Song „Dolores schenk ein“, nicht fehlen.

Nach dem traditionellen Schlusssong „We are family“ war der Spaß noch lange nicht zu Ende. Angesichts der sommerlich heißen Temperaturen hatte das Rhein Neckar Theater im Hof eine Bar aufgestellt. Dort feierten die Sänger und ihre Gäste fröhlich weiter bei der After-Show-Party.