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Waldhof Ausschuss berät über Gemeinschafszentrum Ost

Café statt Abgabe von Kleidern

Ab 1. Mai sollen Kleiderkammer und Servicebüro im Gemeinschaftszentrum Waldhof-Ost (Frohe Zuversicht) ihre Tätigkeit einstellen. Die Angebote könnten durch ein Begegnungscafé mit Schwerpunkt auf Eltern mit Kindern unter drei Jahren und ein Informationsbüro ersetzt werden. So sieht es ein Konzept vor, dass das städtische Jugendamt mit den jugendpolitischen Sprechern der Fraktionen und Vertretern der Bezirksbeiräte Waldhof und Käfertal beraten hat. Mit dem Papier beschäftigt sich am Donnerstag, 14. März, der Jugendhilfe- und Bildungsausschuss des Gemeinderats im Stadthaus N 1 (Beginn 16 Uhr).

Dabei dürfte eine kontroverse Diskussion zu erwarten sein – war doch die Kleiderkammer im Dezember nach fast einjähriger Pause gerade wieder eröffnet worden. Wenige Wochen zuvor hatte das Jugendamt im Bezirksbeirat mitgeteilt, Kleiderkammer und Servicebüro sollten in das neue Konzept überführt werden. Während bisheriges Service- und neues Informationsbüro ein ähnliches Profil aufweisen, taucht die Kleiderkammer in der künftigen Planung aber gar nicht mehr auf. Das stößt auf Widerstand – unter anderem bei den Freien Wählern/Mannheimer Liste. „Die Kleiderkammer soll bleiben“, fordert Stadtrat Roland Weiß – und berichtet von Bestrebungen, zum Erreichen dieses Ziels eine Bürgerinitiative zu gründen.

Ganze Sozialarbeiterstelle bleibt

Für Irritationen sorgte auch der Hinweis im Konzept, dass für die Umsetzung nur noch eine halbe Sozialarbeiterstelle zur Verfügung stehen soll. Bisher war der Gemeinwesenmitarbeiter dort ganztags beschäftigt. Das bleibe auch so, teilte die Verwaltung auf Anfrage mit. Eine halbe Stelle sei zwar explizit für die Konzeptarbeit vorgesehen. Aber „die andere Hälfte der Stelle bleibt hiervon unberührt und steht wie bisher für die Arbeit im Gemeinschaftszentrum zur Verfügung“, so Sprecherin Beate Klehr-Merkl. bhr