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Neckarstadt-West Stadt will Sicherheitsempfinden der Bürger verbessern / Anwohnerbeschwerden bei der Sitzung des Arbeitskreises Wohnumfeld

Container als zeitweise Anlaufstelle

Die Stadt möchte eine Anlaufstelle für Bewohner in der Neckarstadt-West schaffen, um das ramponierte Sicherheitsgefühl zu stärken. „Als Ergebnis der Sicherheitsbefragung und des Sicherheitsdialogs planen wir auf dem Neumarkt einen Sicherheitsanlaufpunkt, entweder mobil oder stationär, zu errichten. Die Anlaufstelle soll dieselbe Funktion haben wie der Sicherheitscontainer auf dem Paradeplatz“, sagt Erster Bürgermeister und Sicherheitsdezernent Christian Specht auf Anfrage dieser Zeitung. Details der Umsetzung würden zurzeit verwaltungsintern sowie mit den weiteren Akteuren besprochen.

Der Sicherheitscontainer soll durch den Kommunalen Ordnungsdienst KOD und die Polizei gemeinsam besetzt werden, berichtete auch Klaus Eberle, Leiter des Fachbereichs Sicherheit und Ordnung der Stadt, bei der Sitzung des Arbeitskreises Wohnumfeld der Neckarstadt-West im Bürgerhaus. Wilder Sperrmüll, Hundekot, Lärm und wildes Parken – nach wie vor gibt es zahlreiche Beschwerden. Der Behördenchef versprach, künftig bei vielen Punkten für Abhilfe zu sorgen, was allerdings ein wenig Zeit in Anspruch nehme. Eberle betonte, dass Sperrmüll als solches nicht mehr das große Problem sein dürfte, seit der Kommunale Ordnungsdienst (KOD) neu geordnet sei und mehr auf Streife gehe.

Gelächter bei Behördennummer

Gelächter erntete er, als von der Telefonnummer „115“ die Rede war. „Bis man da jemanden an der Leitung hat, mit dem man sich austauschen kann, muss man schon mehr als Geduld haben“, sagte eine Anwohnerin. Immer mehr Lieferdienste würden ihre Autos einfach in den Straßen abstellen, lautete eine weitere Beschwerde. Was man dagegen tun könne, werde derzeit überlegt, so Eberle.

Unangemeldet aufgestellte Stühle und Tische an Straßen würden Fußgänger behindern, berichtete eine andere Anwohnerin. Sollte das öfter vorkommen, könne durch den KOD Abhilfe geschaffen werden, sagte Eberle. Am Abend sei es um den Alten Meßplatz – aber auch anderswo im Stadtteil – sehr laut. Da könne man die Fester kaum auflassen, an Schlaf sei mitunter nicht zu denken. Da helfe es auch nicht, mit Zivilstreifen nachzuschauen, weil der Lärm erst nach Feierabende entstehe, berichtete ein anderer Anwohnerin.

Über weggeworfene Reklamebeilagen klagte ein weiterer Teilnehmer. Hier sei die Stadt mittlerweile auf einem guten Wege, wurde entgegen gehalten, weil sowohl die werbenden Firmen als auch die Produzenten der Beilagen daran interessiert seien, dass ihre Beilagen nicht vor irgendwelchen Eingängen abgelegt und durch den Wind verteilt würden, sondern dass diese gezielt verteilt würden. Ein Anwohner beschwerte sich darüber, dass diese Probleme alle seit Jahren bestehen würden, bisher aber wenig gelöst sei. Dem hielt AK-Sprecher Christian Stalf entgegen, dass sich manches verbessert habe – auch wenn es immer noch Probleme gebe. Den aus ihrer Sicht benachteiligten Stadtteil wollen die Anwohner mit dem Netzwerk nach vorne bringen. So bot ein Anwohner an, über illegal aufgestellte Stühle und Tische mit den betroffenen Akteuren zu sprechen.