Stadtteile

Schönau Großes Fest zum „Tag der Städtebauförderung“ / Lob von Oberbürgermeister Peter Kurz, Baubürgermeister Lothar Quast und GBG-Chef Karl-Heinz Frings

„Da wird einem ganz warm ums Herz“

Mit einem großen Fest vor dem Jugendhaus an der Stadtbahnendhaltestelle haben die Schönauer zwei große Projekte gefeiert: zum einen den Abschluss der städtebaulichen Erneuerung von Schönau-Mitte und zum anderen den Baubeginn zur Sanierung von Schönau-Nordwest. „Die Schönau ist keineswegs ein vergessener Stadtteil“, sagte Oberbürgermeister Peter Kurz (SPD).

Stadt, Bund und Land hätten viel in die Schönau investiert, um zu sanieren und gleichzeitig den Zusammenhalt der Bewohner zu stärken. Es werde auch künftig kräftig investiert. Allein in die Renovierung der Schulen würden knapp 50 Millionen Euro fließen. Baubürgermeister Lothar Quast (SPD) betonte, dass in die Sanierung der Kinderhäuser rund 60 Millionen Euro fließen. Er unterstrich, dass die Bevölkerung sich beteiligt hätte, so bei der Sanierung des Siedlerheimes. Hier hätte sich die Interessengemeinschaft der Schönauer Vereine sehr engagiert, lobte er.

Der Lena-Maurer-Platz sei zu einem Schmuckstück und Aushängeschild des Stadtteils geworden. Die Kinderspielplätze im Bromberger Baumgang und am Appenrader Weg seien auf neuen Stand gebracht worden. Die Kinderhäuser Bromberger Baumgang, Johann-Schütte-Straße und Appenrader Weg zeigten sich in neuem Glanz, die Skateranlage in der Lilienthalstraße würde von Jugendlichen gerne angenommen. Aber es gehe weiter. So werde viel Geld in die Hand genommen, um nun Schönau-Nordwest zu sanieren. Hier gehe es vor allem um die Sanierung des Wohnungsbestandes.

Musik und Bewegung

Die GBG-Wohnungsbaugesellschaft wolle rund 1750 Wohnungen auf den neuesten Stand bringen. Sogenannte Drehscheibenwohnungen, in die Mieter vorübergehend einziehen, würden bereitgestellt werden. Am Ende sollen rund 135 Millionen Euro investiert sein. „Da wird einem ganz warm ums Herz“, sagte Lothar Quast.

Der Geschäftsführer der GBG, Karl-Heinz Frings, betonte, dass in der Stadt jeder achte Mieter in einer Wohnung der GBG lebe, auf der Schönau mit rund 3000 Wohneinheiten sei dieses Verhältnis noch intensiver. Schon allein das unterstreiche die Bedeutung des Stadtteils. Hinzu komme, dass die Gesellschaft den Wohnraum zu Mietpreisen zwischen 6,50 und 7,50 Euro je Quadratmeter vermiete. Damit komme die Stadt auch ihrer sozialen Verpflichtung nach.

Es müsse aber auch in die Infrastruktur investiert werden. So solle bis 2020 ein Rahmenkonzept für die Umgestaltung der Endschleife der Stadtbahn vorgelegt werden. Erste Ideen der Bürger wurden jetzt schon einmal gesammelt (Artikel „Mehr Grün an der Endstelle“).

Gefeiert wurde auch. Mit viel Musik und Bewegung zeigten vor allem Jugendliche ihr Können auf der Bühne. Die „No Limit Crew“ des Jugendhauses eröffnete den bunten Reigen mit einer Streetdance Show. Magier Linus verzauberte vor allem Kinder. Die Schulband des Johanna Geissmar-Gymnasiums begeisterte mit ihren Liedern, Grün Weiß ließ Gardemädchen tanzen. „1. Karate Do“ zeigten Karatetechniken.

Thomas Wörner und Einfach wir sangen Schlager und Popsongs. Am Abend eroberten Faltenrock, die Ukulayers und DarLeens die Bühne und die Herzen der Zuhörer. Gerade Letztere hätten durchaus mehr sein können. Aber das nasskalte Wetter hatte den einen oder anderen doch vom Besuch des Festes abgehalten. So manche Aktion wurde deshalb kurzerhand auf die Bühne des Jugendhauses verlegt.