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Damit der Wald überlebt

Sicherlich ist es ein Geräusch, das jeden Naturfreund zusammenzucken lässt: das Ächzen und Krachen, wenn ein Baum zu Boden fällt. Und so ist es durchaus verständlich, wenn besorgte Spaziergänger die Forstleute darauf ansprechen. Schließlich ist es ja – gerade für Laien – oft auf den ersten Blick gar nicht ersichtlich, warum gerade dieser doch so stattliche Riese abgesägt werden soll.

Doch in der Regel gibt es einen guten Grund für das Vorgehen der Waldarbeiter. So sehr man das als Pflanzenfreund bedauern mag. Denn selbst wenn die Bäume weder krank aussehen noch sofort zur Holzverarbeitung gebraucht werden, so müssen eben auch manchmal kerngesunde Gewächse weichen. Dann zum Beispiel, wenn sie einer Neuanpflanzung Nahrung und Licht entziehen. Und solch eine Pflanzenschule legen die Förster und ihre Teams nicht nur an, weil die Bäume ertragreicher für die Holzindustrie sind. Vielmehr setzen sie oft besonders robuste, an das zunehmend regenarme Klima angepasste Arten ein. Oder solche, die zur Vielfalt des Naturraums Wald beitragen.

Tote Stämme entfernen

Auch abgestorbene Stämme müssen die Arbeiter meist entfernen, damit sich Borkenkäfer und Pilze nicht zu stark vermehren. Oder die Gefahr droht, dass sie die Neulinge mit Krankheiten anstecken. Zudem wünschen sich Spaziergänger und Freizeitsportler Wege ohne Stolperfallen durch herabgefallene Äste.

Deshalb sind Forst- und auch Fällarbeiten zwingend nötig. Damit der Wald samt seiner Artenvielfalt und seinem Erholungswert überleben kann.