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Rheinau Gottesdienst im Parkschwimmbad bei schönstem Wetter

„Danke für diesen guten Morgen“

Das überraschte selbst Pfarrer Hansjörg Jörger, der zusammen mit Michael Kußmann den ökumenischen Gottesdienst im Parkschwimmbad feierte: „Ich hatte nicht mit so vielen Gottesdienstbesuchern gerechnet. Um so mehr freut es mich, dass so viele gekommen sind. Toll, dass sie alle gekommen sind.“ Aus allen Gemeindeteilen der evangelischen Gemeinde waren Gäste gekommen, um bei schönstem Wetter die Eucharistie zu feiern.

Der Gottesdienst war unter das Thema „Alle an Bord- ganz viel Wasser und ein Versprechen“ gestellt. Seit nunmehr 15 Jahren gibt es diesen Gottesdienst, der meist zum Abschluss der Badesaison im Parkschwimmbad gefeiert wird. „Wir wollten diesen Gottesdienst unbedingt feiern, haben aber keinen anderen Termin zusammen bekommen. Daher ist das eben heute“, erklärte Christoph Hambusch, der Vorsitzende des Fördervereins.

Die Geschichte von Noah

„Danke für diesen guten Morgen“ erklang zu Beginn des Gottesdienstes. In dem Lied gibt es auch eine Strophe, die eigens für das Parkschwimmbad gedichtet wurden. „Danke für Wasser, Gras und Sommer, danke für diesen schönen Ort. Danke für unser Rheinau-Schwimmbad – es bestehe fort.“ Die Besucher wurden in den Gottesdienst mit eingebunden. Sie durften sich wünschen, was der Pfarrer in das Gebet einbringen sollte. So waren einige froh, dass es ihnen gut geht, dass sie gesund da waren und sich freuten, dass der Gottesdienst so gut organisiert war.

Jörger erzählte die Geschichte von Noah, der zusammen mit seinen Söhnen die Arche baute. Als sie fertig war, regnete es 40 Tage und Nächte lang, obwohl Noah mitten in der Wüste lebte. Das Lied „Immer und Überall“ stimmte auf das zweite Anliegen ein. Dazu machten Christiane Fügner und die siebenjährige Sarina die Bewegungen, dass Gott seine Hände über die Menschen halte. Kußmann trug zusammen mit den Gemeindemitgliedern den Psalm 121 vor, in dem es heißt: „Gott behütet mich, er behütet mich auf allen Wegen, heute und immer.“

Jörger ließ Zettel in den Farben des Regenbogens verteilen. Darauf konnten die Gottesdienstbesucher ihre Wünsche aufschreiben, was sie dazu beitragen wollen, um die Welt zu retten. Einige dieser Wünsche trug der Pfarrer anschließend vor. Als Belohnung durfte sich jedes Kind ein Stück Schokolade nehmen. Karin Meissner wies auf ihr Hilfsprojekt „Orlindi“ in Windhoek (Namibia) hin.

Von dem von ihr gegründeten Verein, der Waisenkinder betreut, werden Kosten für Mahlzeiten, Schulgeld, Lohn für die Pflegemütter sowie für Strom und Wasser übernommen. Anschließend konnten kunstvoll mit Perlen verzierte Tiere für einen kleinen Kostenbeitrag erworben werden. Die Stadtteilbibliothek machte im Bad auf ihre Arbeit aufmerksam. Der Förderverein verkaufte Kaffee und Kuchen. Am Kiosk gab es ein Weißwurstfrühstück. Für die musikalische Unterhaltung sorgte kein geringerer als „Bloomaul“ Joachim Schäfer. So mancher verweilte hier noch etwas länger. has