Stadtteile

Feudenheim Kunstprojekte im Gemeinschaftsgarten Grünwerk enden

Die Natur als stetige Inspirationsquelle

Archivartikel

Auf dem Naturgelände des Gemeinschaftsgartens Grünwerk wurde in diesem Sommer nicht nur gegärtnert. Es gab auch zwei Kunstprojekte im kleinen Rahmen, die in Kooperation mit Moving Space – einer Projektreihe des Jugendkulturzentrums Forum – organisiert wurden. Drei Jahre lief das Projekt, bei dem es kreative Aktionen in einigen Stadtteilen gab. Mit der Kunstaktion „Fast getroffen“ im Grünwerk ging Moving Space nun zu Ende.

Kontakt durch Worte und Blicke

„Dabei geht es darum, miteinander durch Blicke, aber ohne Worte in Kontakt zu treten. Zwei Personen sitzen sich gegenüber, schauen sich intensiv an und zeichnen das Gesicht des Anderen, ohne auf das Blatt zu schauen“, erklärte Künstlerin Ana Laibach, die das Projekt leitete. Vom Jugendkulturzentrum Forum nahm Birgit Thomas teil, die einige Aktionen von Moving Space mit organisiert hat.

Ein Projekt, das auch nach dem Ende von Moving Space noch besteht, ist „Waldhof im Ohr“ – ein Reiseführer, bei dem man sich durch Anklicken kleine Geschichten der Anwohner anhören kann. Natürlich ist das Seppl-Herberger-Stadion im Alsenweg mit dabei. Ähnlich sind die Moving Stories konzipiert, hier sind die aufgenommenen Geschichten über die gesamte Stadt verteilt. „Durch die Moving Stories hat man die Möglichkeit auf einen Perspektivwechsel, so dass man Menschen nicht immer nur als Fremde wahrnimmt, sondern durch deren eigene Augen“, so Birgit Thomas.

Das spätsommerliche Wetter und das Ambiente im Garten sorgten beim Zeichnen jetzt für eine besondere Stimmung. Die ehemalige Gärtnerei, die 2018 mit kleinen Veränderungen in einen Gemeinschaftsgarten umgewandelt wurde, ist der ideale Rahmen für ruhigere Veranstaltungen, laute Partys werden woanders gefeiert, darauf legen die Mitglieder des Vereins Grünwerk großen Wert. „Der Garten ist inspirierend für kreatives Arbeiten, trotzdem wird unser Schwerpunkt auch weiterhin bei der Umweltpädagogik liegen. Kunst- und Kulturveranstaltungen wird es nur wenige im Jahr geben“, sagte Andrea Potrafke.

Die Veranstaltungen, die man bei Grünwerk besuchen kann, sind sehr naturnah. So können zum Beispiel Kinder Fundstücke aus der Natur sammeln und daraus etwa ein Häuschen für eine Fee bauen. Oder die Teilnehmer befassen sich zuerst mit Lebewesen, die den Luftraum bewohnen, und basteln, so inspiriert danach selbst Flugobjekte. Alles analog, ganz ohne Handy, Tablet oder WLAN.

Zum Thema