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Neckarau Ausverkauftes Casino, gute Stimmung und gepflegter Tanz bei der Pilwe-Nacht im Großkraftwerk (GKM)

Ein ganzer Saal steht unter Strom

Archivartikel

Ausverkauftes Casino, tolle Partystimmung und gute Musik – das sind die wichtigsten Merkmale der Pilwe-Nacht im Großkraftwerk. Schon am Abend der Veranstaltung wurden die ersten Eintrittskarten für das nächste Jahr verkauft. Das Format scheint bei den Gästen anzukommen. Nur wenig Programmpunkte unterbrachen einen Abend, bei dem das gepflegte Tanzen zur Musik einer hervorragenden Band im Vordergrund steht. Die Gäste standen bei den Musikbeiträgen um die Bühne herum und heizten den Sängern zusätzlich mächtig ein.

Der Abend fing schon gleich mit einem Höhepunkt an – da waren noch gar nicht alle auf ihren Plätzen. Diejenige, die schon da waren, erhoben sich von ihren Sitzplätzen. Das Stadtprinzenpaar Maren Michel I. von aus dem Hause VR-Bank, Jubiläumsprinzessin vom Lallehaag, und Stadtprinz Naro I. von B & X eröffneten quasi die Ballnacht der Pilwe.

Als „Mannheimer Ramazotti“ war dem Stadtprinzen des Großen Feuerio, der Stadt und der Kurpfalz dieser Auftritt fast schon in die Wiege gelegt. Er durfte ein kräftiges „Volare, Cantare“ ins Publikum singen und erhielt ein ebenso stimmungsvolles „oh, oh, oh, oh“ von den Anhägern des närrischen Abends zurück. Beide trugen übrigens ihr Motto fehlerfrei vor und sorgten für eine schnell angeheizte Stimmung im Großkraftwerk. „Je leerer der Geldbeutel, um so voller die Nacht“, hatte Naro den Anwesenden geraten. Sie sollten feiern bis der Wasserturm lacht, was die misten auch in die Tat umsetzten. Als musikalischer Eisbrecher erwies sich Tal-Ötzi Peter Lingenfeld, der mit seinen Stimmungsliedern für den richtigen Einstand sorgte. „Warum hast Du nicht nein gesagt“, „Bella Ciao“ oder „A Mann für Amore“ wurde im Saal kräftig mitgesungen. „Mannheim, seid ihr noch fit“, fragte der Sänger, der selbst schon leicht ins Schwitzen geriet. Die Antwort fiel eindeutig aus.

Tal Ötzi legt eine Schippe drauf

Tal Ötzi legte noch eine Schippe drauf: „I sing a liad für di“ , Neil Diamonds „Sweet Caroline“ und „Hey Baby“ erfreuten die Gäste, die textsicher anscheinend nicht genug bekommen konnten. Die Band Happyness Voice sorgte dafür, dass die Stimmung nicht überschwappte und alle sich auf der Tanzfläche zu Rock, Twist Jive oder Cha-Cha-Cha drehen konnten. Günter Dudenhöffer füllte seine Rolle als „Saubauer“ mit seiner Gitarre gekonnt aus. Er hatte jedenfalls die Lacher schnell auf seiner Seite. Pilwe-Präsident Rolf Braun zog auch noch die letzte Zugabe aus dem Sänger herraus: „Hesch noch eener“, wollte Braun mehrfach wissen. Der Künstler kam dem Wunsch nach und spielte eine Zugabe um die andere, frei nach dem Motto: „Ich hab nen Hof mit Schweinemast und such ne Frau, die dazu passt!“ „Lieber ein Schoppen im Kopf als shoppen mit der Fra“, war eine der Weisheiten, die der Sänger zum besten gab. „Sie sind der Meinung, dass war ..“sagte Braun am Ende. Die Antwort kam fast einstimmig: „Spitze“.

Sängerin Tamara Pusch-Schwetasch kündigte zwar etwas ruhigere Balladen für die Nacht an. Daraus wurde allerdings nichts. Sie legte mächtig los und machte das närrische Volk „Atemlos“. „Völlig losgelöst von der Erde“ sah sie die „Sterne am Himmel“. Meist hatte sie alles „im Griff auf dem sinkenden Schiff“. Ohne Zugabe fand auch dieser Auftritt kein Ende. Auf vielfachen Wunsch hin präsentierten die Pilwe die Classic Brothers mit Charles Shaw. Wenn es noch etwas an Hitze gebraucht hätte, dann servierten die drei Sänger diese geradezu selbstverständlich. Dazwischen traten immer wieder Hapyness Voices auf, um durch ein Tänzchen für ein leichtes Abkühlen zu sorgen. Am Ende waren alle Gäste begeistert und klatschten anhaltenden Beifall.

Info: Fotostrecke unter morgenweb.de/Neckarau

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