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Sommerserie „Erfolgreich im Stadtteil“ Farbenfroh, frisch, französisch – dreifacher Genuss im Bistro Chez George in Neuostheim

Ein Stück Frankreich um die Ecke

Archivartikel

Dass die Mannheimer auch ein bisschen französisch sind, zeigen sie den Gästen gerne und in vielerlei Hinsicht. Die Nähe zum Nachbarn drückt sich aus in der Mentalität und Sprache, beim Essen und Trinken. Schließlich ist Mannheim auch ein bisschen französisch – hier und da und geschichtlich sowieso. So gibt es in der Stadt eine Reihe von Bistros, Restaurants und Brasserien, wo Frankreich nicht mehr weit zu sein scheint.

Zum Beispiel: das Bistro Chez George in Neuostheim. Da kann man eintauchen in kulinarische Spezialitäten und ein bisschen savoir-vivre. Das Besondere an diesem kleinen, schnuckeligen Bistro ist die Mischung aus Kunst und Genuss. George Mirenes, 1956 in Paris geboren, kam der Liebe wegen nach Mannheim. Er ist Maler und Bildhauer und hat sein Atelier und seine Galerie in den gleichen Räumlichkeiten in der Dürerstraße 21. Mirenes Bilder bestechen durch kräftige Farben, geschwungene Linien und fließende Formen. Kraftvoll, fröhlich aber auch romantisch und nachdenklich wirken seine Werke.

Von Paris mitgebracht

Außerdem ist Mirenes ein leidenschaftlicher Koch. „Kochen ist auch Kunst, ist kreativ“, betont der Künstler. Und so fasste der gastfreundliche Franzose vor fünf Jahren den Entschluss, Kunst und Genuss zu verbinden. „Eine Bibliothek oder Galerie mit Bistro, das kenne ich von Paris und wollte diese Kombination auch hier in Mannheim ausprobieren. Meinen Gästen gefällt die Kombination aus Kunst und Genuss, sie fühlen sich wohl – zwischen Bildern und Skulpturen ist Platz genug“, erzählt Mirenes. „Das Kochen liegt mir im Blut“ sagt er. Auch in seinem Elternhaus in Paris sei immer gekocht worden für viele Gäste. Sein Vater stammt aus Andalusien und seine Mutter ist Pariserin. Und so mischte sich am heimischen Herd unter die original französische Küche die verführerische Würze des Orients.

„Orientalische Küche ist gesund, alles ist frisch, die Leute müssen ein bisschen warten – zum Essen sollte man sich Zeit nehmen“, betont Mirenes. Am Vormittag hat er die Zutaten eingekauft. Dann wird gekocht und gebrutzelt in der offenen Küche, werden knackige Salate zubereitet. Dabei plaudert der Künstler munter weiter mit seinen Gästen. Couscous Royal mit drei verschiedenen Fleischsorten, eine Linsensuppe nach französisch-orientalischer Art und dazu eine selbst gemachte Limonade mit frischer Minze. Fünf verschiedene Gerichte gibt es jeden Tag von Montag bis Samstag von 12 bis 18 Uhr und nach Bedarf. Platz ist in der Galerie auch für Geburtstags- und anderen Feiern mit bis zu 20 Gästen. An warmen Tagen ist die Außenterrasse geöffnet, auch hier sitzen die Gäste inmitten von Kunst.

Gäste aus dem Eastsite

„Das ist schon was ganz Besonderes, zusätzlich zum leckeren Essen, das hier ganz individuell zubereitet wird“, sagt Jungunternehmer Daniel Lindner. Vor allem aus den umliegenden Büros im benachbarten Gewerbeviertel Eastsite kommen die Gäste. Wer also Appetit darauf hat, mal wieder original französisch zu schlemmen mit einem Hauch Orient – der ist herzlich willkommen im Bistro Chez, dem kleinen Frankreich um die Ecke.