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Neckarau Kunst- und Kulturverein veranstaltete gemeinsam mit Jugendtreff viertes Open-Air im August-Bebel-Park / Sommerfest für guten Zweck

„Eine der schönsten Grünanlagen der Stadt“

Bereits zum vierten Mal haben der Neckarauer Kunst- und Kulturverein und der Förderverein des Jugendtreffs gemeinsam ein Fest im August-Bebel-Park veranstaltet. Und auch dieses Mal füllten sich die Biertische und -bänke nach und nach.

„Das ist einfach ein schönes Fest“, meinte eine Anwohnerin, die es sich nicht nehmen ließ, bei einem Steakbrötchen und einem Radler einen verspäteten Frühschoppen einzunehmen. „Anschließend gehe ich wieder nach Hause und mache einen Mittagsschlaf, ehe ich am Abend wiederkomme, um der Musik zuzuhören“, sagte sie lachend.

Gerade hatten die „Hats and Beards“ einen Jazzklassiker aus der Zeit von Louis Armstrong angestimmt. Die Musiker hatten allerdings die Bühne verlassen und spielten direkt vor ihrem Publikum. Es war ganz einfach schon zu heiß auf der Bühne.

Tombola und Kinderschminken

„Wir haben hier zwar Ventilatoren auf der Bühne aufgestellt. Aber das hilft trotzdem nichts“, sagte Armin Fischer vom Kulturverein. Die Musiker wollten dann doch lieber ganz nah bei ihren Zuhörern sein, damit auch die Instrumente keinen Schaden nehmen. Er freute sich, dass der Bebelpark immer attraktiver werde. „Das ist sicher eine der schönsten Grünanlagen der Stadt. Wenn hier dann auch noch gefeiert werden kann, ist es natürlich noch schöner“, so der Vereinsvorsitzende.

Sein Pendant vom Förderverein des Jugendtreffs, Rudi Strunk, betonte: „Das hat sich mittlerweile bewährt. Wir sorgen für die Tombola und für Kaffee und Kuchen sowie Hüpfburg, Kinderschminken und Kistenstapeln. Das Angebot für die Erwachsenen gestaltet der Kulturverein. So gibt es ein buntes Programm, das alle Generationen anspricht.“ Nur kurze Zeit später war er mit einem Eimer voller Lose unterwegs, um sich selbst als Glücksfee zu betätigen.

Der Erlös sei eine wichtige Unterstützung für die Jugendarbeit, unterstrich der Vorsitzende des Fördervereins, auch wenn es immer schwerer werde, die Gewinne zu bekommen. „Zuerst muss man laufen, um die Gewinne zu besorgen. Dann muss man schauen, dass diese wieder unter die Leute kommen“, lachte er fröhlich.

In der Zwischenzeit hatten die „2Relax“ in Person von Hans Heiser und Christian Schimansky das musikalische Kommando übernommen. Sie ließen die Zeit der Beatles und der Eagles mit der berühmten West-Coast-Music der 1970er Jahre noch einmal aufleben. „Willy and the Poor Boy“ ließen schließlich Partystimmung im Park aufkommen.

Ehrenamtliche Helfer

Die „Creedence Clearwater Revival“ Tribute-Band ließ einen Welthit von CCR auf den nächsten folgen. Die Stimmung auf dem Platz war bestens. Dafür sorgten nicht zuletzt rund 40 ehrenamtliche Helfer und viele Sponsoren die das Fest tatkräftig unterstützten.“

Selbstgemachtes, Gehäkeltes und Gedrucktes wurde an 16 Ständen angeboten. Das reichte von Kunst aus Kaffeekapseln über Schmuck- und Goldschmiedeartikeln bis hin zu Rahmen aus Schwemmholz. Selbst hergestellte Liköre und Muse rundeten das Angebot ab. „Die muss man einfach probiert haben. Ich habe schon Einiges gekauft“, meinte eine ältere Frau, die sich ansonsten beim Hausfrauenverband engagiert: „Da weiß man eben, was wirklich hausgemacht ist“, fügt sie noch sachkundig hinzu.

Fischer freute sich auch, dass dieses Fest in Verbindung mit dem 40-jährigen Bestehen von Gehrings Kommode in Verbindung gebracht wird: „Da freut man sich doch, dass in diesem lebendigen Stadtteil immer etwas Besonderes geboten werden kann.“

Übrigens war um Punkt 22 Uhr Schluss „Wir wollen ja nicht die Nachtruhe der Anwohner stören“, so Fischer.