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Rheinau Rheinau Grundschule startet Gruppenfinanzierungsprojekt / Asphalt dominiert Fläche

Eltern sammeln für einen attraktiven Schulhof

Archivartikel

„Auf dem Schulhof gibt es überhaupt nichts. Es ist langweilig hier. Nachdem das alte Klettergerüst abgebaut wurde, ist hier jetzt gar nichts mehr außer Rindenmulch“, kritisieren Zoe, Marlon und die anderen Schüler der Rheinaugrundschule. Die erste Bauphase mit der Umsetzung eines großen Klettergerüstes wurde erfolgreich durch die Stadt Mannheim und Sponsoren finanziert, und wird über die Sommerferien 2019 umgesetzt. Nun möchte der Förderverein die zweite Phase über die Gruppenfinanzierung-Plattform StartNext finanzieren. Am 10. Juli startete die Elterninitiative des Fördervereins der Grundschule Rheinau auf der StartNext Plattform das Crowdfundingprojekt „Für einen schönen Schulhof”.

„Was ich mir wünsche ist, dass wir es schaffen, die Qualität, die wir jetzt hier haben, zu sichern und weiter voranzubringen“, erklärte Schulleiterin Tweila Wittmann. Die Rheinauschule mit ihren 500 Schülern (400 Grundschüler und 100 Förderschüler im SBBZ) habe zwar einen richtig großen Schulhof.

Asphaltfläche zwischen Bäumen

Dieser bestehe allerdings hauptsächlich aus einer Asphaltfläche und einem wunderschönen alten Baumbestand. „Hier in Rheinau-Mitte findet man viele große Mehrfamilienhäuser und Straßen drumherum, aber nur wenig Raum für Kinder. Die spielen mittags auf der Asphaltfläche, weil sie sich sagen, besser als auf der Straße, wo die Autos fahren“, berichtete die Schulleiterin.

Mit der Crowdfunding- Aktion will die Schule für die Rheinauer Kinder einen Lebensraum gestalten, wo sie nicht nur vormittags, sondern auch nachmittags ihre Freizeit verbringen und auf dem Klettergerüst und einem Balancierparcours verweilen können. Beispielsweise auch die 150 Hortkinder, die sich bis 17 Uhr auf dem Schulgelände aufhalten. Geplant sind eine mobile Kinderbaustelle und eine Verkehrsschule, ein neues Fußballfeld und ein Streetball-Gelände.

Der Vorsitzende des Fördervereins, Steffen Benesch, erklärte: „Wir haben uns entschlossen und zum Ziel gesetzt, die Schule finanziell unterstützen, damit die Kinder das in der Schule erworbene Wissen als Basis ihres Lebens vermittelt bekommen.“

Mit dem neuen Klettergerüst sei der Schulhof einfach noch nicht fertig. Es sei auch vonseiten der Stadt nichts weiter zu erwarten. „Wichtig für unseren schönen Schulhof ist die Unterstützung der Bürger, damit wir dies finanziert bekommen“, sagte Benesch. „Jeder kann uns unterstützen, indem er mit einem jährlichen Beitrag oder durch eine Einzelspende Mitglied des Fördervereins wird.“ Unterstützer haben die Möglichkeit auf der Gruppenfinanzierungs-Plattform zwischen einer Vielzahl von angebotenen Dankeschöns auszuwählen.

Zum Beispiel T-Shirts mit dem neuen Schullogo, von den Schulkindern gemalte Bilder, historische Führungen durch die Schule oder eine Denktafel stehen zur Auswahl. Aufgrund der Gemeinnützigkeit des Fördervereins können Spendenbescheinigungen ausgestellt werden.