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Almenhof Begeisterte Besucher bei Spiel-und Sportplatzfest der 48er-Elterninitiative / Typisierungsaktion für erkrankte dreijährige Emilia

Erfolgsrezept seit 21 Jahren

Ein buntes Programm an Mitmachangeboten und Unterhaltung boten die Verantwortlichen der 48er-Elterninitiative auch in diesem Jahr wieder im Rahmen ihres Spiel- und Sportplatzfestes. „Natürlich profitieren wir von dem tollen Wetter“, freute sich Michaela Boll, die aufgrund der sommerlichen Temperaturen von vielen Besuchern ausging. „Wir hatten auch schon andere Bedingungen“, erinnerte sich die erste Vorsitzende.

Doch nur einmal in den vergangenen 21 Jahren sei das Fest verschoben worden. „Ursprünglich haben wir die Veranstaltung ins Leben gerufen, um den in einem schlechten Zustand befindlichen Sportplatz mit den Einnahmen aufzuwerten“, erklärte sie. Damals seien defekte Spielgeräte ersatzlos beseitigt worden und die Anlage drohte immer mehr zu verwahrlosen, wie Michaela Boll berichtete. Mittlerweile trage die Festivität auch zur Identifikation im Quartier bei.

Boll bedankte sich bei allen Kooperationspartnern und Helfern vor Ort. Der Erlös der Veranstaltung komme wie schon in den Vorjahren dem Erhalt der Anlage zu Gute. 2014 hatte die Initiative den Belag rund um die Tischtennisplatten und am Hockeyfeld pflastern lassen. Als nächstes Projekt ist der Wiederaufbau des Kletterturms geplant. „Als wir 1997 das erste Spielfest geplant haben, hätten wir nie gedacht, dass sich so ein Erfolg daraus entwickeln würde“, räumte Boll ein.

Kurzweiliger Kasperle-Auftritt

Im Programm konnte sich die Big Band des Moll-Gymnasiums bei ihrem Auftritt den Applaus des Publikums sichern. Darüber hinaus zeigten gleich drei Tanzgruppen des TV 1884 Neckarau ihr Können. Die „Lil’ Bouncers“ konnten hier ebenso überzeugen, wie die Hip Hop Girls, bevor die Mitglieder von „No Stuff“ den Schlusspunkt setzten. Für die jüngsten Besucher garantierte ein Kasperletheater Kurzweiligkeit. „Da geht einem das Herz auf, wenn die Kinder den Kasper rufen“, freute sich Initiativenmitglied Carola Marfeld. Brennend heiß wurde es beim Auftritt der Jugendfeuerwehr Neckarau, die mit einem Löschfahrzeug Brände zur Übung bekämpfte.

Kreativität war beim Kinderschminken der Verantwortlichen des Kinderheim St. Anton gefragt, die jungen Besucher mit bunten Motiven bemalten. „Zum ersten Mal dabei ist auch der St. Anton Hort mit einem Bastelangebot“, verriet Michaela Boll. Wer die nötige Balance fand, konnte beim Segway-Fahren entlang der Aschebahn des 48er-Sportplatzes an der Stadtsafari teilnehmen. Durchhaltevermögen bewiesen die Besucher beim Bücher- und Kinderflohmarkt. „Der Flohmarkt gehört beim Spiel- und Sportplatzfest dazu und kann auf viele Stammgäste bauen“, freute sich Michaela Boll. „Dieses Jahr sind sogar die Mannheimer Greife mit einem Kinder-Quidditch-Spiel auf dem Rasenplatz“, verwies Annette Knapp-Wallenwein auf das Spiel aus der Roman-Reihe Harry Potter.

„Eltern die wissen, worum es geht“

Die Ehrenvorsitzende der Elterninitiative hatte auch den Kontakt zur Familie von Emilia hergestellt. Im Rahmen der Festivität warb die Familie bei den Besuchern für eine Typisierung bei der Deutschen Stammzellspender Datei. Die Dreijährige ist schwer an Leukämie erkrankt und sucht dringend einen Knochenmarkspender. „Hier sind viele Eltern vor Ort, die wissen, worum es geht“, betonte Emilias Vater. Die Bereitschaft sich registrieren zu lassen sei hoch.